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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenfärberey. 385

Man koche in einem kupfernen Kessel von 6 EymernWasser, 2 Pfd. grob gestoßene Gallapfel, 4 Pfd.Schmack, ^ Pfd. Krapp., ^ Pfd. gepulvertes SpieS-glaö, einige Hände voll Ellernrinde, 4 Pfd. Schwefel-saures Eisen, Pfd. Eisenfeilspäne, und Pfd.Gummi Tragant. Wenn alles zwei Stunden gekochthat, gießt man in das Bad so viel Gerstenwasser vonden Bierbrauern, als davon verdunstet ist, hängt dieSeide hinein, läßt solche eine halbe Stunde über demGanzen gelinde kochen: dann im Wasser rein gespültund nachher im Flusse. Wenn die Seide an der Lufthalbtrocken geworden, wird sie von neuem in die Farbegehängt. Zuletzt wird die Seide in einer Lauge voneinem halben Pfunde Potasche gespült, und dann nochim Flusse nachgespült.

Schwarze Farbe aus der Eisenflüssigkeitmit Blauho.lz. Man beitzt die Seide in der kaltenEisenflüssigkeit zwölf Stunden lang, indem man siegut andrückt und öfters umwendet; dann wird sie her-ausgenommen, stark ausgerungen, gewaschen und anfreier Luft unter öfterm Um- und auseinander Schüt-teln getrocknet. Während dieser Zeit macht man dasBlauholzbad. Man netzt nun die getrocknete, mit derEisenflüssigkeit gebeißte Seide vorher in warmen Was-ser, klopft sie jo, daß sie durchaus angefeuchtet wirdund nirgends trocken bleibt; denn wo sie trocken bleibt,nimmt sie die Farbe nicht recht, oft gar nicht an. So-bald das satte Blauholzbad im Kessel heiß geworden,rührt man 2 Loth Krapp darunter, und hält die Seideeine Stunde lang in starker Hitze; hernach wird sie nocheine Viertelstunde gekocht, bis man gewahrt, daß dasBad beinahe herausgefärbt und die Seide schönschwarz ist. Dann wird sie herausgenommen, gelüftet,stark ausgerungen, in fließendem Wasser gut gespült,und an freier Luft getrocknet. Man nimmt nun dieübrige Eisenflüssigkeit, gießt sie zu dem Blauholzbade,

Gec. rechn. Ene. Theil dll. B b