Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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3S8 Seidenfärberey.

Röthlich graue Schatkirungen aus demBlau holze. Um diese Farben zu erhalten, welchenoch nicht unter vie braune Schattirungen gehören,weil sie etwas Bläuliches mit untermischt haben, undperlgraue Schattirungen heißen können, muß nebendem Blauen, auch das Rothe des Blauholzes ein we-nig entwickelt werden. Wenn nun die Seide gebetztworden, so wird in die Blauholzflüssigkeit oder in dasBlauholzbad 2 Loth Kupfervitriol, oder so viel durchden Salzgeist gemachte Kupfersolution und 2 bis 4Loth klein zerstoßenen Alaun gethan, und darin biege-beiHte Seide gefärbt. Die Beitze und Blauholzflüssig-keiten werden zusammengegossen, bis die Flüssigkeitganz leer und ausgezogen ist. Nach dem Auöwaschmwerden sie im Schatten abgetrocknet. Diese Schakti-rungen sind sehr gut, verlieren aber das Röthliche amersten, und werden mehr bläulicht« oder schwärzlichk-grau.

Das Violettfärben der Seide in alle»Schattirungen, s. unter Violett, in V.

Bei allen den oben angeführten Farben kann derAlaun zum Beißen der Seide wegbleiben, wenn sievorher, wie oben, S. 356 angeführt, schon alauntworden. Bei den grünen, gelben und blauen Farbenkann man dem Farbenbade auch Potasche hinzusetzen,deren Quantum, nach dem Verhältniß der Größe desBadeS, von 2 bis zu 8 Loth steigt. Man kann siein kleinen Portionen hinzuschütten, und daraus sehen,wie die Lebhaftigkeit der Farbe zunimmt, das heißt,wenn man eine kleine Portion hineingethan hat, rührtman das Bad um, und sieht, ob die Farbe an Lebhaf-tigkeit gewonnen, und den gehörigen Grad der Schat-tirung hat; ist nun dieses der Fall, so thut man keinePotasche mehr hinzu, im Gegentheil aber muß man siedamit noch versehen, bis die Farbe die verlangte Nuan-ce hat. Bei allen Farbenbädern, wo saure Salze