Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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" Seidenfiachs. Seidengras. 389

oder saure Geister vorgeschrieben worden, nehme mangepulverten Weinstein, oder Citronen- und Essigsäure.Bei den Rezepten zur schwarzen Farbe auf Seide,findet man, unter den älteren Französischen, einegroße Anzahl von überflüssigen Ingredienzen, alsKümmel, die Rinde vom Granatbaum, Coloquinten,Lerchenschwamm, Kokelkörner, Pflaumen, Steinsalz,mineralischen Krystall, corrosivisches Sublimat,Spießglas, Wasserblei, Farinzucker, Leinsamen unddergleichen Species angeführt, so daß ein Recept oftaus mehr denn zwanzig Species zusammengesetztwar; allein alle die eben angeführten Species nützenzum Farbenbade nicht nur nichts, sondern waren oftdemselben noch nachtheilig. Am besten ist es, wenndie Seide alaunt worden, sie in ein gehörig gesättig-tee Gallusbad zu bringen, und wenn sie da heraus-gezogen und im Flusse gespült und geklopft worden,sie über Stangen oder auf Haken ablaufen zu las-sen. Man bringe sie dann in ein Bad, welches ausschwefelsaurem Eisen bereitet worden, so wird sieeine schöne schwarze Farbe annehmen. Man kannsie nun noch in eine Lauge von einem halbenPfunde Potasche bringen und zuletzt im Flusse reinspülen. Nach dem oben angeführten Verhältniß kannman auch seidene Zeuge und Seide in jedem Haus-halt im Kleinen färben.

Geidenflachs, s. Th. 14, S. 5.

Geidengehause, eine Benennung der SeidencoconS.

Seiden Geräthschaften, s.Seidenbau-Geräth-schaften.

Geidengespinnst, das Gewebe, welches die Seiden-raupen verfertigen, die SeidencoconS; s. oben, unterSeide und Seidenbau.

Seidengras, Seidengraspflanze, s. Agave, imSupplement; auch eine Benennung des Flachs-grase S, s. Th. 14, S. 5.