Seidenhaspel. 391
schine, welche statt der Rolle 1 dient, um die zweiFäden übereinander zu schlingen, damit sie sich derbdrehen, welches vermittelst der beiden Haken i ge-schieht. Auf diesem Haspel kann die Seide aufzweierlei Art gehaspelt werden. Nach der ersten Artist der Seidenfaden über zwei kleine hölzerne Röllchengeschlungen, ehe er auf die Winde kommt, wodurchsich derselbe fest und derb dreht, nicht aber zwirnt,welches die Franzosen ü 1a dodine nennen. Beider zweiten Art werden die Rollen weggethan, undhier müssen zwei Strähnen auf einmal gehaspelt wer-den, wo dann der eine Faden einige Mal um denandern geschlungen wird, welches ä Iseroisaäo heißt.Der Durchschnittsriß, Fig. 8688 zeigt nachden oben angeführten Buchstaben auch die hier be-zeichneten, welche dasselbe ausdrücken.
Fig. 8690 und 8691 giebt die Seiten - und Vor-deransicht des Myliuö schen Seiden-Haspels*).Die obere Ansicht nach X 6 zeigt Fig. 8692, undden Durchschnitt nach 6 V bis ^ ö zeigt Fig. 8693.Eine von den beiden Seilscheiben s, wird durcheine vom Schwungrade über sie geleitete Schnur inBewegung gesetzt; die zweite Furche dieser Scheibendient, um durch das gekreuzte Seil ohne Ende d dieandere Seilscheibe e/ mit zu bewegen. Von derzweiten Furche dieser Scheibe kann ein Schnur ohneEnde nach der Scheibe einer zweiten Maschine, vondieser zu einer dritten rc. geleitet werden. Auf derWelle e der Schnürschuben a sitzen zu beiden Sei-ten die Riemscheiben, 6, el, ck, c! fest, die dadurch mit«bewegt werden, und durch die Riemen ohne Endee,K, e, 6 andere Riemscheiben 1, k, 1,1 in Bewegung
*) S. Verhandlungen des Vereins znr Beförderung desGewcrbfleißes in Preußen. ?r Jahrgang. Berlin,>828/ S- 63 u. f.