Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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396 Seidenhaspel.

Haspel, im Vergleich zu der auf der Italienischengesponnenen Seide zu prüfen, ließ Herr Gropiusdie beiliegenden drei Strähnen noir eliai-Aö zu 48Loth aufö Pfund färben; durch das starke Aufsetze»lösen sich die Coconfäden und zeigen sich einzeln.Diesen Proben nach zu urtheilen, haben die Fädenvon dem Barbierschen und ErnstschenHas-pel keinen festeren Schluß, als der Faden von demItalienischen Haspel.

In der Seidenspinnanstalt des Herrn Wansey,in Cereniuöco in der Umgegend) von Mayland, sinddurchgehend die alten Piemontesischen Haspel inAnwendung. Die Kessel werden alle mit Dampfgeheitzt, es wird aus heißem Wasser gehaspelt, undder Sitz der Spinnerin ist in nichts gebessert. Die >Röhren, welche den Dampf zu den Kesseln führen, !sind im Saal selbst 4 Fuß vom Fußboden angebrachtund mit Tuchleisten bewickelt, um das schnellere Aus-strahlen der Wärme zu verhindern. Nur eine Vor-richtung, welche bei diesen Haspeln angebracht wor-den, ist nicht zu verkennen, sie kann aber nur bei star-ker Seide, zu 15 Cocons den Faden, angewendetwerden. Ein so starker Faden läuft nun, ehe er aufden Haspel geht, über zwei horizontal sich drehendeRöllchen, die Mit einer Furche versehen sind, worinder Faden liegt. Ist er nun um die beiden Rolle»gelaufen, so empfängt er beim Rückwege seinenKreuzzug, und zwar dreht er sich um sich selbst, dasheißt, er besteht nicht, wie gewöhnlich, aus zwei nebeneinander laufenden Fäden, die sich in einem gewissenPunkte durchkreuzen, und dann sich wieder auf demHaspel in zwei besondere Strähnchen theilen, son-dern es ist ein einziger Faden, der durch die Rollendoppelt zu liegen kommt, und sich so einer nach dem ,andern vermöge der Kreuzung reibt. Auf diese lWeise zieht sich der Fade« zweimal durch die Dre-