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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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400 Seidenmalerey.

schmutzen würden; auch bleibt eine solche Malerey, i»welcher die Farben zu viel Zucker erhalten haben, im-mer klebrig, und würde also schon dadurch manchenNachtheil erfahren. Wenn zur Erhöhung irgendeiner Farbe Citronensaft genommen wird, so mußderselbe abgeklärt, oder an der Sonne destillirt wor-den seyn. Nach dieser kurzen Uebersicht der Vorbe-bereitungen und Handgriffe bei der Seidenmalerey,folgt nun die Zubereitung der Farben und jeder Schal-tirung derselben besonders.

Um die rothe Farbe darzustellen, nimmt mauCochenille und reibt dieselbe klaraufeinem Reibsteine,filtrirt Fließwasser darauf, stößt etwas Borax undthut ihn dazu, und läßt es so eine halbe Stunde ste-hen. Diese Farbe ist zwar etwas dunkel, aber sehrangenehm, und läßt sich mit Wasser verdünnen; undwill man sie sehr lebhaft machen, so darf man »urdestillirten Citronensaft dazuthun, wodurch man sieso nüanziren kann, daß sie ins Rosenrothe übergeht;setzt man dagegen etliche Tropfen verdünnte Schwe-felsäure zu der Farbe, so erhält man ein sehr schönesScharlachroch, welches mit Gummi Tragant versehtwerden muß. Man kann auch den schon aus derCochenille bereiteten Karmin gebrauchen, nur mußderselbe von der feinsten Art seyn. Auch aus Fer-nambuk kann man eine schöne rothe Farbe bereiten.Man thue das geraspelte Holz in einen Topf, gießehalb Wasser, halb Weinessig darauf, so daß die Flüs-sigkeit zwei Finger hoch über das Holz weggeht, undlasse ihn, so zugedeckt, beim Feuer stark kochen. Wennes genug gekocht hat, thut man etwas fein pulvert-sirten Alaun dazu, und läßt ihn nochmals aufwallen,aber nicht mit zu viel Alaun, weil es sonst zu sehrins Bläuliche fällt, und wenn der Schaum oben reinabgenommen worden, so kann man die Farbe mitGummi Tragant vollends zurecht machen. Sollte