Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Sei-enmanufaktur. 411

Seidenmapufaktur hinter ihren Nachbarn zurück wa-ren, sollte der Zoll auf rohe Seide auf der Stelle auf3 Pence, der Zoll von Organsin-Seide von 14 Schill.8 Pence, auf 7 Schill. 6 Pence für das Pfd. herab-gesetzt werden.

In Frankreich wurden die Seiden-Manufakturenin der Mitte deö löten Jahrhundets bekannt, undPe-refixe berichtet uns in seiner Geschichte HeinrichsdesGrpßen (4ten), paß sich der Werth der aus Ita-lien nach Frankreich gebrachten Seiden-Waaren jähr-lich auf 5 Millionen LivreS beläuft. Heinrich warbesonders bedacht diesen Industrie-Zweig in seinemLande fest zu begründen, wie auch schon oben, S. 41,angeführt worden, undKolbert, unter Ludwig dem14ten, brachte sie zu einem hohen Glänze, und so hater sich abwechselnd bis auf die neuere Zeit erhalten.Im letzten Drittel des verwichenen Jahrhunderts, schlugman den Werth der sämmtlich verarbeiteten Seide auf25 Millionen LivreS an, wovon etwa im Lande undzwar vornämlich auch in der Provenze, Languedok,welche Provinz jährlich 12 bis 1500 Ballen, jedenzu 160 Pfd. liefert, Lyonnois und Dauphin« gewonnenward, wahrend die großen Seidenfabriken eine MengeSeide aus Italien, Spanien und der Levante zu Hülfenehmen mußten. Die Manufakturen selbst sind durch vieleProvinzen ausgebreitet; und wenn dieser FabrikacionS-Zweig hin und wieder in einigen großen Städten abge-nommen, so ist er dagegen in viele kleine Flecken undStädte verpflanzt worden, ivo man ihn ehemals nichtkannte. —Obglejch die Seidenmanufacturen Englands,Hollands, Deutschlands und anderer Länder, seit derAufnahme der aus Frankreich vertriebenen Protestantenin denselben mit den Französischen zu rivalisiren anfin-gen, und sie, wo nicht zu überkommen, sich ihnen dochgleich zu stellen suchten, so ist ihnen solches doch nie ganzgelungen; denn Letztere haben sich immerfort Lurch den