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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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414 Seidenmanufaktur.

der« auch jährlich noch über eine Million Pfd. auszu-führen; wenn nämlich dir gewöhnliche Angabe, nqchwelcher in Spanien jährlich über 1,800,000 Pfund er-zeugt werden, richtig ist; und wäre die Regierung vonjeher aufmerksamer auf die Seidenraupenzucht gewesenund hätte, wie in Italien und Frankreich, eigene Häu! !ser zum Abhaspeln der Seide errichtet- in welchen dieHasplerinnen beisammen unter den Augen eines Aufse- 'Hers arbeiten könnten, der dafür sorgte, daß die Seidegleichförmig gehaspelt wird, so würde die Seidenaus-beute noch größer seyn; denn in Valenzia und an denübrigen Orten, wo der Seidenbau betrieben wird, istdas Haspeln und Zwirnen unter mehrere tausendHandsvertheilt, die 6, 7, und mehrere Fäden in einen zusam-mendrehen, wodurch Ungleichheiten in dem Gewebe ent-stehen. In der neuesten Zeit, bei den Umwälzungenund bürgerlichen Unruhen, die dieses Land trafen, istsowohl der Seidenbau, als auch die Seidenfabrikationins Stocken gerathen, und wird sich wohl sobald nichtwieder heben.

In den Niederlanden, besonders in dem ehema-ligen Holland, beschäftigten die Seidenmanufakturen inden Städten Amsterdam, Hartem und Leiden, in derMeierey Herzogenbusch, und in dem Lande über derMaaß eine g"oße Anzahl Menschen, und die Produktedieser Manufaktur gaben den Französischen wenig nach;gegenwärtig sind diese Manufakturen von ihrem ehema-ligen Flor etwas herabgesunken, weil nicht nur dieCon-currenz anderer Nationen, als auch andere Umständeim Lande selbst sie sehr geschwächt haben.

Die Deutschen sollen die eigentliche Seidenwebe-rey im Jahre 1314 nach der Zerstörung der StadtLucca durch Uguccio Fageolano erhalten haben,also noch früher, als die Mayländer, die nach dem Zeug-nisse des Galveanö de la Flamma erst im Jahre1341 anfingen reiche Stoffe und Seidenzeuge zu ver-