Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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416 Seidenmanufaktur.

zeichnete Fertigkeit erworben hat; ja selbst der Arbei-ter wird hierdurch leicht zu einer bestimmten Fabrika-tionSart gehalten, weil er bei dem Anfange einer neuen !den Gewinn nicht antrifft, welchen er bei der verlasse-nen genoß. Außer diesem Angeführten stellt sich denFortschritten der Deutschen Seidenfabrikation noch einHinderniß entgegen. Der Arbeiter muß für Riet undKamm, die beiden vorzüglichsten Werkzeuge seiner Ar-beit sorgen; sind nun diese abgenutzt, aber noch brauch- ^bar, so arbeitet er mit denselben so lange, als es nur ir< !gend möglich ist, und daher wird man leicht einsehen,Laß das Fabrikat das nicht werden kann, was es bei !Werkzeugen von untadelhaster Güte geworden wäre.Daß der Arbeiter so verfahrt, liegt in dem eingeschränk-ten Verdienst und in dem Mangel an guten Rietenund Kämmen. Der Fabrikherr, welcher außer denKomptoirkosten, außer dem Ausfall des unvermeidlichenCredits, bei einem wenigen Vortheil mit derSürge desDebits kämpfen muß, um kein Zinsen fressendes Waa- >renlager zu haben, kann sich ein Magazin von untadel-haften Werkzeugen nicht halten; also müßte der Staathier ins Mittel treten, da der Flor der Fabriken denWohlstand des Staates befördert. Es wäre dahervon »»gemeinem Vortheil für die Seidenfabrikationeines Staates, wenn in jeder Fabrikstadt von Seiden-waaren ein Magazin von Rieten und Kämmen ange-legt würde, aus welchem die schadhaften Werkzeuge inbrauchbare verwandelt und die Arbeiter dazu angehaltenwerden könnten, eö zu thun. Der Staat müßte dieHälfteder Kosten dieser Werkzeuge übernehmen, und die zweiteKostenhälfte der Arbeiter in angemessenen RatiS vonjeder Kette zurückzahlen. Auch müßten in großen Fa-briken von den Aufsehern sowohl die Kämme, als Rietebesichtiget und sorgfältig untersucht werden, ob sie diegehörige Beschaffenheit hätten, und wo dieses nicht derFall wäre, da müßte mit aller Stränge darauf gehalten j