Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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446 Seidenschwanz.

Tage. Nach Zorn soll er mit Hirse und Milch, wen»man ihm daneben Wachholder- und Vogelbeeren, achBrod giebt, sehr gut fortzubringen seyn. 'Wennereinmal an die Hirsekleie gewöhnt ist, soll er lange dauern.Nach dem eben genanyten Schriftsteller soll der Seidenschwänz sehr heißhungrig sein und begierig auf die Wach.holderherde herab fallen, wo er sie trifft. Auch soll ernicht leicht aufstehe», und man soll bis auf den Letztenwarten dürfen. Die Angabe von Scopoli, daß derSeidenschwanz so sehr die Wachholderbeeren liebe, daßer sie, halb verdaut, aus seinem eigenen Koche wiederheraussuche und verschlinge, kommt nicht mit dem über.ein, was Reaumür von diesen Vögeln beobachtet ha.ben will, nämlich, daß sie die Reinlichkeit so sehr lieben,daß diejenigen, welche in den Vogelhäusern gehaltenwerden, ihren Koch immer auf eine Stelle werfe».Nach Döbel soll der Seidenschwanz im Bauer zu er-halten sein und mit Wachholder- und Eb ich beeren, auchKnospen gefüttert werden können; allein wen» seineBrutzeit kommt, soll er sterben.

Diese Vögel haben die Gewohnheit, wenn sie weg.fliegen ein Geschrei wie zi, zi, ri hören zu lassen, wo-von sie auch den Namen Zizirelle erhalten haben.Nach Frisch soll diesesGeschrei mehr einem Zwitscherngleich kommen, auch wollen mehrere Naturforscher ihmden Gesang durchaus streitig machen, indem sie vorge-ben, daß er weder singe, noch spreche oder plappere, wiedieses bei den Amseln der Fall sei; allein der Fürst vonAuersperg findet seinen Gesang sehr angenehm, undBüffon giebt dieses zu, besonders in der Zeit derLiebe, wo er seinen Gesang in den Ländern hören lassenkann, in welchen er nistet; in allen übrigen Gegendenaber, wo er auch in Freiheit lebt, soll er bloß zwitschern,und in Käfigen ganz verstummen; auch Zorn stimmt deinbei, und sagt: daß sein Gesang im Frühling dem derRohrdrossel gleiche, seine Lockstimme aber nur in einem