Seidenwirkerey. 469
anch für die einfachste und ziemlich bequemste gehalten;man hat übrigens noch andere Einrichtungen.
Die Trommel, Fig. 8705, ist eine Maschine, wel.che der Fabrikant beim Aufbäumen der Kette auf denWeberstuhl gebraucht. Weil die Kette sehr gleich undstramm auf den Baum aufgewickelt werden muß, soläßt sich solches aus freier Hand nicht ohne große Be-schwerden verrichten. Man findet diese Maschine nurbei großen Fabrikanten, die kleinern müssen es mit denHanden verrichten. Diese Maschine besteht aus zweigroßen schweren eisernen Scheiben a und k, die imDurchschnitt wohl 3 Fuß breit sind. Sie sind so dick,daß auf ihrem Rade ein starker Reif 6 eingeschnitten ist,so daß ein Tau, eines Daumens dick, darum geschlun-gen werden kann. ck 6 sind die Stäbe, deren achte inihrem Umkreise stecken. Die ganze Trommel ist 4 Fußlang; k ist die Welle, welche durch den Mittelpunkt derbeiden Scheiben geht; A und Ii die Balken des Fußge-stelles, welche 3 Fuß hoch sind, und welche in i lr einge-zapft sind, durch welche Fußbalken sie eine feste Haltungbekommen. I, m. sind zwei schräge Querbalken, worandas eine Ende beinahe oben in den senkrechten Balken» L einpaßt und befestiget ist; das hervorragende Endehat einen halbrunden Ausschnitt u o, worin dieZapft.:p lj der Welle t ruhen und Spielraum haben. Dasunterste Ende ist in den Balken i Ic eingepaßt und be-festiget. Auf dem Zapfen steckt ein ^reuzholz r.Mit diesem Kreuzholze wird die Welle der Trommel inBewegung gesetzt, und diese hierdurch umgedreht. Manerhält die Trommel bei dem Gebrauche Lurch ein Tauin Spannung, welches Tau s um die Reifen c derScheiben geschlungen wird ; beide Enden desselben han-gen von der Trommel herab, und sind in einer Entfer-nung von der Erde an einen Knüppel t, der ungefähr2 Fuß lang ist, angebunden. Auf diesen Knüppelwird das eine Ende eines starken Brettes gelegt, und