Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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470 Seidenwirkerey.

das andere Ende ruht auf der Erde. Auf dieses Brettwerden, um die verlangte Spannung zu erlangenSteine gelegt, mehr oder weniger, nachdem die Span-nung stark sein soll. Um die geschorne Kette von dir-ser Trommel auf den Garnbaum zu bringen, brauchendie Fabrikanten zwei Böcke, Fig.8706; s ist ein schrä-ger Balken, weicher auf einem Bocke si befestiget ist.Das obere Ende hak einen halbrunden Ausschnitt e,worin der Garnbaum cl mit seinem Zapfen liegt, undumgedreht werden kann. Die Böcke sind von star-kem Holze und werden gegen eine auf dem Fußbodenangeschlagene starke Leiste k gestützt, damit solche unbe-weglichstehen. Der Ooffner ist so gestaltet, wie der-jenige, der von den Leinwebern gebraucht wird, bloßdaß dieser kleinere und feinere Zahne hat, welche baldvon Eisen, bald von Knochen sind, nach dem Beliebeneines jeden. Der Seidenwirkerstuhl, s. diesen,oben, S. 459.

Da die halbseidene Zeuge anders appretirt undzugerichtet werden, als die ganz seidenen, so hat er auchhierzu eine andere Vorrichtung. Er bedient sich näm-lich hierzu des Conrey, Fig. 8707, welches ein vonstarken Balken zusammengesetztes und länglich vierecki-ges G e st e l l ist. An den langen Balken o und l sindzwei runde Stäbe Z und angebracht, welche so langsind, als der Conrey breit ist. Der Stab Z ist nie-driger, als der Stab k. Diese zwei Stäbe dienen dazu !den Zeug, welcher appretirt werden soll, über Kohlen- jfeuer zwischen den Stäben durchzuziehen. Auf den ^beiden senkrechten Ständern a und <l liegt an jedemEnde in halbrunden Einschnitten i eine hölzerne Walzelc und l, und auf die eine 1 wird das zu appretirendeZeug aufgerollt, nachher aber unter und über die run-den Stäbe A K gezogen, und zuletzt auf die Walze kwieder aufgewickelt. Ferner gebraucht der Fabrikantnoch eine Presse, womit er solchen Zeuge«, die schon