Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenwirkerey. 491

del getheilte Kette auf den Baum aufgewickelt wird,und die ganze ausgebreitete Kette also dicht an den Baumzu liegen kommt. Der Sperrkegel p i> in dem Weber-stuhl, Fig. 8699, welcher in das Rad o o eingreift, haltden Baum fest. Das Rietblatt wird hierauf in dieLade Ic lc eingesetzt, und der Deckel m m darauf gescho-ben. Dann werden die Schäfte mit dem Fußtritte undTümler folgendermaßen zum Weben vereiniget. Die-ser Zeug wird zwar mit vier Schäften gewebt, da esaber nur ein leinwandartiges Zeug ist, so webt man esnur mit zwei Fußtritten. Der Arbeiter befestiget allevier Schäfte mit den Schnüren r und t an die En-den cj der Tümler n, und unterwärts bindet erste gleich-falls mit den Schnüren n, an die Stäbe t 2 nach derReihe an. So viel Scbäfte eS sind, eben so viel kurzeund lange Latten oder Contermarschstäbe und Tümlermüssen auch jederzeit vorhanden sein. Nachher bindeter die Schnüre der kurzen Stäbe t 2 , wovon der hinter-ste und dritte Schaft von hinten angebunden ist, anden Fußtritt rechter Hand, und die beiden Schnüre ebendieser Latten, röoran der zweite von hinten, und dervorderste Schaft angebunden ist, an den zweiten Fuß-tritt linker Hand, dagegen bindet er die beiden langenSchnüre von den beiden Tümlern, welche den zweitenvon hinten und den vorderstenSchaftin die Höhe ziehen andie großen langen Latten a a, welche an den zweitenoder linken Fußtritt angebunden sind. Wenn daher dererste Tritt rechterHand getreten wird, so geht der hinterstenebst dem dritten Schaft von hinten herunter, und derzweite von hinten nebst dem vordersten gehen in dieHöhe, und so umgekehrt bei dem andern Tritt; dennsowohl die Schnüre der ku-zen, als langen Querlattensind an die Fußtritte angebunden. Jene sind von un-terhalb an die Schäfte befestiget, Liese aber mit ihrenlangen Schnüren an den Tümlern und zugleich oberhalban den Schäften. Jetzt ist nun der ganze Stuhl zum