Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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510 Seidenwirkerey.

wolle vermischt sind, werden auf andere Weise behan-delt , und bekommen eine Glänze. Zwei Personennehmen deswegen ein Stück Zeug zur Hand, die einenimmt das angenähete Stück Leinwand, hängt es überden Kopf, setzt sich nieder, und hält den Zeug an denbeiden Enden der Kante ausgebreitet fest.' Die anderePerson hat den Zusammengetäfelten Zeug vor sich lie-gen. In der rechten Hand hat sie einen Stab, wel-chen sie unter das ausgespannte Zeug hält, so daß siemit dem Daumen der rechten Hand den Stock um dieKante des Zeuges zugleich hält. Sie hat den Mundvollreines kaltes Wasser genommen, und besprützt, indemsirdasWasser zwischen den Lippen ganz fein von sich sprudelt, ^das ausgespannte Zeug, als wie mit einem Thau. Die ?Leinwand ist von der ersten Person nur darum über denKopf gehangen worden, damit die andere nicht dersel-ben das Wasser in die Augen spritzen kann. Nachdem >nun die erste ausgespannte Stelle bespritzt worden, so ,zieht die erste Person solche nach sich auf den Schooß,wo sie dieselbe gleichfalls wieder Tafelweise legt, und hier- ,durch zieht sie zugleich ein neues Stück Zeug zum be-spritzen nach sich, welches auf die nämliche Art, als doserste, behandelt wird. Wenn nun das ganze StückZeug benetzt worden, welches überall gleich geschehenmuß, so wird es auf die Glätte oder den Conreygebracht, welches ein von starken Latten zusammen-gesetzter Schrägen ist, der Rollen und Stäbe hat,s. Fig. 8710. Man bringt nun das Stück Zeug vor ,die Rolle !<, von wo es ganz glatt und eben ausgebrei-tet, auf die andere Rolle 1 gerollt, so daß das angenä-hete Stück Leinwand zuerst aufgewickelt wird. Wennes auf dieser Rolle aufgerollt worden, so wird das Endedes Zeuges unter den runden Stab A und von da vonunten über den Stab 1i gezogen, und nach der Rolle legeleitet. Jetzt wird ein Kreuz in auf den Zapfen ?der Rolle k gesteckt, und vermittelst eines Stückes und