Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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516 Seidenwirkerey.

Eine Art Gros de Tours, welcher Terzinelle ge-nannt wird, unterscheidet sich dadurch, daß der Einschlagzweierlei Ribben bildet. Dieser Zeug wird nur ^breit gewebt, auch wohl manchmal breiter, so daß erstatt 700, 720 Blatt hoch im Riete steht. Er be-kommt in jedes Riet vier Fäden, und wird mit achtSchäften und 2 auch 4 Fußtritten gewebt. Zur gan-zen Kette werden 2800 Fäden mit 40 Rollen zu 70Gangen geschoren. Auch hier ist der Lauf beim Ein-passiren der Faden in die Schäfte wie bei dem Taffetund Gros de Tours von hinten nach vorne, und dieVerbindung der Schäfte mit , den Tritten geschieht aufdie nämliche Art, wie schon gezeigt worden. Der We-ber muß hier beim Einschließen des Einschlages bestän-dig zwei Schützen führen, eine, worin ein feiner Ein-schlagsfaden, welches eine gute Tramseide seyn muß,und eine andere mit einem von verschiedenen Fäden zu-sammen dublirten Faden, welcher die dicken Ribben indem Zeuge macht, und jener. Laß sich die dicken Ribbenmerklich unterscheiden, weshalb man denn auch baldmit dem dünnen Einschlags faden, bald mit dem dickenabwechseln muß. Zuweilen schießt der Weber nureinmal mit dem feinen Faden, und gleich darauf mitdem dicken ein; allein manchmal thut er wohl dreiSchüsse mit dem feinen und dann erst einen mit demdicken Faden. Die Ribben fallen dann nicht nur bes-ser ins Auge, sondern es bilden sich auch der Breitenach Streifen, und geben diesem Zeuge ein sehr schö-nes Ansehen. Zu allen den jetzt angeführten ganzglatten seidenen Zeugen braucht man die Tramseide zumEinschlag, und )e feiner der Zeug seyn soll, desto feinermuß auch der Einschlagösaden seyn. Zum Tastetbraucht man z. B. von der ersten feinsten und bestenGattung, und so wählt man, nach dem Verhältniß desZeuges, welches man weben will, auch immer eineschickliche Seide. Die Kanten oder Leisten zu de» ge-