Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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542 Seidenwirkerey.

bracht werden können, so hat man folgende Einrichtunggetroffen. Angenommen der Kegelzug besteht aus 1UKegeln, wodurch das ganze Muster gezogen wird, s»theilt sie der Weber, wenn die Kegelschnüre durch dasKegelbrett gezogen worden, in verschiedene Theils.Theilt er sie z. B. in vier Theile, so hat er in jede«Theile 30 Kegel, und eben so viele Bleystücke wird erauch nöthig haben, alle 120 Kegel zu heben; denn jedesBleystück soll vier Kegel heben, nämlich aus jedemTheile einen, wozu er denn folgende Einrichtung nöthighat. Er hat die 30 Bleystücke in zwei Reihen uiiiihren Schnüren in das Brettchen eingezogen. DieSchnüre laufen nebeneinander in einer Lage unter denRahmenschnüren weg, und an allen diesen horizontal lau-fenden Schnüren sind an jede vier andere Schnüresenkrecht hängend angebunden, so daß in einen jedenTheil der Kegelschnüre eine solche Schnur zu hängenkomme. Wo mehrere Kegel vorhanden sind, also auchmehrere Theile, da müssen auch so viele Schnüre, alsTheile, vorhanden seyn. Wo die Kanten oder Leistenbesonders geschoren und auch besonders auf dem Stuhlneben der Kette angelegt werden, da heißt diese Ver-richtung auf dem Stuhl der Anker. Diese Art Stühlewerden gemeiniglich mit starken Stäben an dem Bal-ken des Zimmers unterstützt, damit solche fest und un-beweglich stehen.

Die zweite Art Kegelstühle, auf welchen die Bil-der durch Harnischletzen hervorgebracht werden.Die Einrichtung an diesem Stuhle ist ganz dieselbe, wiebei dem vorhergehenden; nur der Kegelzug, welcher dieFiguren hervorbringen soll, hat ganz andere Schnür? zuziehen ; die Rahmenschnüre sind auch hier an einemKnüp-pel vermittelst zweier Stricke an der Wand befestiget.Die Enden der Schnüre gehen gleichfalls durch dieRollen des Gasseing durch, werden aber an Schnüregebunden, welche eine dreieckige Gestalt haben, indem stt