Seidenwirkerey. 543
oben gegen 'das Gassemg spih zusammenlaufen,unten sich aber ausbreiten, indem sie bald aus mehr, >bald aus weniger« einzelnen Fäden bestehen, undArkaden genannt werden. Aus so vielen Theilendas Muster bestehen soll, so viel Schnüre hat auch einejede Arkade, und eine einzelne Schnur einer Arkade hatwieder zwei Spihen, indem solche bestimmt sind, zweiHarnischschnüre in die Höhe zu ziehen. Alle einzelnenSchnüre des Harnisches, welche zu einer Arkade gehören,sind in einer Reihe Löcher des HarnischbretkeSdurchgezogen, welches unter den Arkaden auf beidenEnden mit starken Schnüren an dem Gebälke befestigetist. Er hat viele Reihen Löcher, und so viele einzelneHarnischschnüre eine jede Arkade ausmacht, so viele Lö-cher nimmt sie auch in einer und eben derselben Reihe ein.Alle Arkaden hängen hintereinander fort, und es sindderen mehr oder weniger, nachdem die Bilder groß oderklein sind. Sobald die Harnischschnüre durch die Löcherdes HarnischbretkeS durchgezogen sind, so werden sie mitden Arkaden vereiniget. Die Harnischschnüre bestehenaus zwei Hälften, aus -er Ober- und Unterlehe, welchedurch die Maillons von einander abgesondert werden, in-dem beide durch Ringe befestige- sind. Durch den mit-keiften Ring geht der Kettenfaden durch. Unten andie Harnischletzen sind wieder an zwei und zwei andereSchnüre angebunden, welche Bleystücken tragen, umdie Harnischlehen in gehöriger Spanuung zu erhalten.Der Zug der Kegel besteht aus den nämlichen Theilen,wie oben angeführt worden, nämlich aus den Haupt-branschen, dem Collebretk, den Brauschen, den Kegel-schnüren, dem Kegelbrette und den Kegeln. So vieleBranschen schnüre, als hier an eine Kegelschnur ange-bunden sind, so viele Rahmenschnüre werden auch hori-zontal ausgespannt. Jede Rahmenschnur zieht eineArkade in die Höhe und mit derselben 12, 16, auchmehrere Harnischschnüre. Da nun an einer Ke-