Seife und Seifensiederey. 563
dazwischen gegossen werden, damit sie ihre vorigeFeuchtigkeit behält. Wahrend dieses geschieht, hateine andere Person das Stroh in dem Aescherfaß aufden doppelten Boden gebracht, und das Faß auf denBock in gerader Richtung gesetzt, damit es auf keinerSeite abhängig steht, sondern die Lauge allenthalbengerade durchziehen kann. Man bringt nun die durch,gearbeitete Masse von Kalk und Asche in das Aescher-faß auf folgende Weise. Man macht am Aescherfaßund am Bock herauf eine Stellage gleich einer Treppe,damit man mit dem Leibe sich über das Faß bücken, undmit den Händen bis auf den Boden kommen kann.Beim Einschütten der Masse mit einem Füllfasse odereiner Mulde, muß solches behutsam geschehen, damitdas Stroh sich nicht verschiebe und keine Asche auf denuntersten Boden herabfallen kann. Mau nimmt einStreichholz, macht damit die eingeschüttete Asche aufdem Strohe und Boden gleich aus einander, und wenndieses Stroh durch ferneres Einschütten mit ungefähranderthalb Hände hoch Asche bedeckt worden, und diesemit dem Streichholze auseinander gezogen ist, sonimmt eine Person den Stampfer und stampftdamit die Asche behutsam in die Rundung, erstlichan den Stäben und dann in der Mitte herum, abernicht zu dicht zusammen, welches so oft wiederholtwird, als anderthalb Hände hoch Asche hinein geschüttetund mit dem Streichholze auseinander gezogen wordenist, damit jede Lage von Asche eben und gleich in demFasse zu liegen komme. Nachdem nun Alles in dasFaß eingetragen worden, so wird die im Fasse oben auf-liegende Asche noch einmal, vorzüglich aber an den Stä-den herum, etwas fest gestampft, und dann drei EymerWasser langsam über Liese Aschegegossen, der Hahn wirdin das Zapfenloch gesteckt und zugemacht, und es bleibtdann so lange ruhig stehen, bis dieses Wasser eingezo-gen ist. Die bloßen Hände müssen bei dieser Arbeit mög-