Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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584 Seife und Seifensiederey.

lichst geschont werden, weil nicht nur die Nägel einegelbe Farbe erhalten, sondern auch die Finger wundwerden. Wenn die Asche zu viel angefeuchtet und insFaß getragen worden, so muß solche nicht zu fest einge-stampft werden, als wenn sie die gehörige Feuchtigkeithat, sie würde sich sonst, wegen der Vermischung mitdem Kalke, zu fest aufeinander setzen und binden, unddadurch das Durchziehen des Wassers verhindern, oderdie Lauge würde langsamer durchlaufen, als solches ge-schehen darf. Wenn die aufgegossenen drei EymerWasser auf die im Aescherfasse befindliche Asche ein-gezogen sind, so wird wieder so viel Wasser aufgegossenund unter das Zapfenloch der große Kübel oder Bot-tich, welcher acht Eymer Master in sich hält, gesetzt, derHahn ausgemacht, und dann die erste Lauge erwartet.In Ermanglung eines gewöhnlichen Hahns nimmtman ein Stück ausgebohrten Holzes, welches diesemähnlich ist, oder ein Stück von einem Rohre 8 Zolllang, das mit Werg umwickelt, und mit einem Stöpselim Loche versehen ist, welcher recht einschließt. Würdeman aber keinen Hahn, oder etwas diesem ähnlich, indas Zapfenloch stecken, sondern die Lauge bloß nur durchdieses Loch laufen lassen, so zieht sich immer etwas vonder Lauge unten am Boden herum, und so außer demBottich auf die Erde; man braucht wohl einen Stroh-zapfen, woran die Lauge aus dem Loche herunter läuft,weil dieser oben öfters herausgezogen, und das Loch in-dessen mit einem hälzernen Zapfen zugemacht werdenmuß, so ist solches für die Finger und Nägel nicht gut,wie auch schon oben angeführt worden. Will man nundie erste Lauge recht rein und klar haben, so muß nochüber oder vor das Zapfenloch auf den untersten Bo-den im Fasse ein wenig Stroh, als ein Wisch, gelegt,und zuerst, statt des Bottichs, ein reiner Eymer unterden Hahn gesetzt werden. Zugleich muß der Boden desAescherfasses vorher recht rein abgewischt werden, und