Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seife und Seifensiederey. 585

beim Aufgießen des Wassers auf das Aescherfciß nichtsvon der Asche absaufen. Wenn nun die erste abgelau-fene Lauge dick oder trübe ist, so wird dieselbe wiederauf das Faß gegossen, ist sie aber klar und rein, so wirdder Eymer mit der Lauge zurückgesetzt. Man machtden Hahn bei dem Wegnehmen des Eymers zu, bringtden vorhin beschriebenen Unterseßbottich unter das Faß,gießt die reine Lauge aus dem Eymer hinein, öffnetwieder den Hahn, und laßt wieder zwei bis drei EymerLauge zu der schon eingegossenen. Wenn dieses gesche-hen, wird der Hahn wieder zugestopft, und die ersteLauge in einen besonders reinen Bottich gelassen undmit Nr. 1 bezeichnet. Man gießt nun wieder Wasserauf den Aescher, öffnet den Hahn, und wenn wiederdrei bis vier Eymer Lauge herausgelaufen sind, wirdder Hahn wieder zugestopft, hiese Lauge gleichfallsin einen reinen Bottich gegossen und mit Nr. 2 bezeich-net. Man fährt darauf mit dem Wasseraufgießen fort,bis etwa wieder acht Eymer Lauge herausgelaufen sind,welche Lauge mit Nr. 3 bezeichnet wird, und vor derHand in dem untergesetzten Bottich stehen bleibt. Voneinem Aufguß von 19 Eymern Wasser auf die angege-bene Menge Asche werden ungefähr 15 oder 15^ Ey-mer Lauge ablaufen. Ist nicht so viel abgelaufen, somuß noch so viel Wasser mehr aufgegossen werden.Nach Beschaffenheit der Umstände und bei fortgesetzterArbeit kann man auch noch eine vierte Lauge, wie auchschon oben angeführt worden, von dem angegebenenMaaße Asche und Kalk, wenigstens von zwei Eymern,machen, und solche in einem Bottich aufbewahren.Diese vierte Lauge kann man als Zusatz zu einer star-ken Lauge gebrauchen, oder wenn es nach Beschaffenheitund Verschiedenheit des Kochens bei einer Haushal-tung noch an Lauge zum Eingießen in den Kessel fehlt,diesem Mangel damit abhelfen. Die übrige Lauge,welche dann noch von dem Aescherfasse kommt, muß