Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seife und Seifensiederey. 595

hat, und ein Quadrat eine Elle ausmacht, so kann solcheeinen Centner Seife in sich fassen, und ist eine Formdieser Art zu einem Viertel-Centner Talg Einsatz zurVervielfältigung der Seife hinreichend. In dem Bo-denbrette müssen einige kleine Löcher sein, wodurch dieLauge abziehen kann, wenn aber eine solche Seife hin-ein kommt, wie die oben beschriebene, wobei keine Laugeabgeht, so sind die Löcher nicht nöthig. Wenn dieSeife in diese Form gegossen werden soll, wird vorherein doppeltes reines leinenes Tuch auf dem Bodenbretteausgebreitet, auf allen vier Seiten derb angezogen, undan den Seiten eingedrückt, damit keine Seife unter dasTuch ziehen kann, und keine Falten entstehen. Diesesmacht nun, daß die Seife auf dem Boden fein, ebenund derb wird. Bei dem Eingießen der Seife seht Mandiese Form über eine Wanne oder einen etwas weitenKübel, damit nach Befinden nnd Verschiedenheit derSeife die Lauge davon und in diese Wanne abläuft, da-mit die reine Seife in der Form sich gehörig ohne Stö-rung bilden kann. Damit sich nun die Seife nicht an-hängt, sondern gehörig abzieht, kann man die Seiten-bretter der Form vorher, ehe die Seife, eingegossen wird.Mit gelbem Ocher oder mit Wafcherde überstreichen; auchbraucht man hierzu ungelöschten Kalk, der wie eineFarbe zubereitet wird. Vor dem Einziehen muß dieserUeberstrich der Bretter vollkommen trocken seim Wenndann die Seife kalt ist, und die kleinen Keile aus denDurchstechern, sobald die Durchstechet herausgezogenund die vier Seitenbretter gleichfalls weggenommenworden, so bleibt das Bobenbrett allein mit dem großenQuadratstücke Seife stehen, welches nun mit einemDrahte in Tafeln geschnitten wird. Um nun diese Mo-delle zu beschreiben, Muß man sich eine Schieblade vor-stellen, die aus einem Seiten- und vier Bodenbrettebesteht; ein Seitenbrett muß davon abgenommen sein,und so die Länge hinauf an dem großen Stücke Seife,

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