j Seife und Seifensiederey. 605
Schmutz daran ist, so muß man denselben vorher ab.i schneiden. Zu jedem Pfunde dieser Seife gießt mandann ein halbes bis ganzes Maaß von der Lauge Nr. 2! in einen reinen Kessel, der von solcher Größe ist, daß! diese angegebenen Pfunde ihren Platz darin finden. Die»sen Kessel kann man nach Belieben auf einen Feuerbek-kett in dem Zimmer oder auf einem Flammenfeuer vonBuchenholz in der Küche setzen. Die in den Kesseleingeschnittene Seife wird vorn Anfange des Kochensbis zur Vereinigung mit der Lauge, vom Boden des! Kessels aufgerührt, damit sie nicht anbrenne. Bei dem! völligen Zergehen der Seife und ihrer Vereinigung^ mit der Lauge, wird im Kessel alles wie Leim stehen,welches nach Beschaffenheit der Stärke oder Vielheitder aufgegessenen Lauge, mehr oder weniger dünn oderstark ist. Zugleich wird sich auf dem Leim ein Schaumbilden, der bei etwas starker Hitze in die Höhe steigt.Man rührt zwar anfangs diesen Schaum und Leimdurcheinander, um das Aufsteigen hierdurch zu verhin-dern; man nimmt aber zugleich den Kessel bei demSteigen vom Feuerbecken ab, und vermindert dasFeuer. Wenn sich nun der Schaum und Leim imKessel gefetzt haben, kommt auch der Kessel wiederauf das Feuer, und man bemerkt jetzt zugleich mitdem, Spatel ob der aufgesetzte Schaum zur leichtenSeife geschickt ist. Wenn sich derselbe dazu geschicktbefindet, so läßt man denselben außer dem Feuer sichetwas setzen, füllt ihn dann mit einem reinen blechernenLöffel in ein kleines hölzernes oder irdenes Gefäß vonder Seife ab, und setzt nachher den Kessel wieder aufsFeuer, welches nicht zu stark sein darf. Ist dieserSchaum aber noch zu zähe, so ist es ein Zeichen, daßnoch etwas Salz fehlt. Es wird dann nach genom-mener Probe immer etwas weniges von Salz zwischen! den Fingern in diese Seife nach und nach eingeschüttet;I dabei darf aber im Kessel nicht mehr gerührt werden,