606 Seife und Seifensiederey. '
und das Feuer muß nicht zu stark seyn, damit dieSeife hierdurch nicht zum Steigen kommt. Findetsich nun bei wenig eingeschüttetem Salze und bei ge.nommener Probe dieser Schaum von derjenigen Beschaf.fenheit, wie solches schon oben beschrieben worden, sowird der Kessel vom Feuer genommen, der Schaumabgefüllt und so weiter verfahren, wie oben angeführtworden. Man braucht hier gar keine leichte Seife zumachen. Das Salz muß aber hinzu kommen, es seidenn, daß in der Kernseife noch etwas Seifenartigesverborgen wäre, und daß zu dieser Seife auf ein Pfd. ^höchstens nur ein halbes Maaß Lauge gegossen würde,wobei denn wohl gar kein Salz nöthig ist, welches nmaus einer mit dem Seifenleim angestellten Probe ambesten wird sehen können. Der Schaum muß aber beidiesem Kochen abgenommen werden, man mag solchen ^zur leichten Seife oder zu andern Seifen gebrauchen.Nachdem der Schaum abgefüllt worden, wird die Seife,wenn solche das gehörige Quantum Salz hat, so dünnundklar wie Wasser oder geschmolzenes Bley im Kessel ste>hen, und dabei auf der Oberfläche mit einer dunklenBleyfarbe sich den Augen darstellen, auch eine feineHaut auf sich haben. Das Feuer muß dabei nicht zustark seyn, damit die Seife dadurch nicht zum Steigenge«bracht werde, sondern das Kochen muß gleichsam von !solcher Beschaffenheit seyn, als wenn man Wasser beigelindem Feuer kocht, wobei ganz kleine Blasen an derRundung des Kessels sich zeigen. Wenn aber diesekleinen Blasen Lurch ein stärkeres Fbuer so aufgetriebenwerden, daß die Seife hieraus als ein gelber Brei her-vorkommt; dann kommt solche aus ihrer Ordnung,und wird auch bald zum Steigen gebracht werden,welches aber mit dem Fener verhütet werden muß. !Befinde^ sich nun die Seife am Spatel wie es seyn !muß, so wird der Kessel vom Feuer genommen, und lvor dem Ausfüllen der Seife in die Form, kann zuvor