^ Seife und Seiftnsiederey. 607
e der sich noch aufgesetzte wenige dicke Schaum im Kesselt I davon geschöpft werden. In der Zeit, da der Kessel>, nur einige Minuten vorn Feuer entfernt worden, wirdj eine kleine Form von der dritten Art hierzu fertig ge-» macht, und auf einen Tisch gesetzt; man nimmt nun, mit dem blechernen Abnehmelöffel die Seife aus demt Kessel heraus, füllt sie in die Formen, und rührt siei mit einem Spatel durch. Alles, was im Kessel ist,j wird dann lauter Seife seyn, und je reiner die einge-; schnittene Kernseife, und je Heller die aufgegosseneLauge gewesen ist, um so viel weißer wird auch dieSeife ausfallen. Wenn man diese Seife in der ZeitI ^ des Sommers in einen Keller zutn Kaltwerden bringt,
, so wird solche in diesen kleinen Formen wenigstens inj Zeit von einer Stunde so hart seyn, daß sie zu aller
> Wäsche gebraucht werden kan. Wenn man zu diesemSeifenkochen 3 Pfund Kernseife und 3 Maaß Laugein den Kessel thut, so wird, um die Seift damit nach
l ihrer Art fertig zu kochen, an Salz ungefähr eine kleine, Hand voll erfordert. Man kann dieses Kochen in einevhalben, höchstens ^ Stunden verrichten. Will man
> aber bei uiehrerem Aufgießen von Lauge, nämlich 1^Maaß zu 1 Pfund Seife, diese Seife noch länger, un-
, gefähr ein oder zwei Stunden, kochen lassen, so Mußdieses geschehen, wenn noch kein Salz dazu geschüttetworden, welches auch bei Vervielfältigung der Seifegeschehen muß; die Seife darf dann nicht zum Steigenkommen. Man erspart hierbei öfters durch ein länge-res Kochen das Salz, weil die Lauge dann nur so vieleinkocht, daß die Kernseife von ihrem bei sich habendenSalze noch so viel mittheilen kann, als die nach demEinkochen noch übrige Lauge nöthig hat. Wenn aberdiese Seife nach dem Salzen noch länger kochen soll,so wird sich nach dem Abschöpfen des ersten Schaumesimmer noch ein neuer Schaum, wenig oder viel, nachdemwenig oder zu viel Salz oder Lauge dazu gekommen, über