Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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608 Seift und Seiftnsiederey.

der klaren Seife aufsetzen. Dieser sieht mehrentheils an derRundung des Kessels auf der Seife, und überzieht solchewie ein Ring, solcher Schaum ist etwas dick und mehrvon Seifen- als von Schaumart, und dieser letzteremuß denn auch, wenn die Seife aus dem Kessel ausge-füllt werden soll, zuvor rein abgeschöpft werden, so daßdiese Art Seife nach dem Absalzen beständig klar imKessel steht, und auch so klar in die Form eingefülltwird. Würde sich aber bei dem Abschöpfen dieses letz.kern Schaumes in dem Abnehmelöffel etwas weniges !von Heller Lauge mit sehen lassen, so ist dieses zwar nochimmer eineAnzeige vongehöriger Absalzung; es ist aberbesser, wenn dieses nicht geschieht, und jetzt darf die ,Seife nicht länger mehr gekocht werden; denn die Seifewürde durch das, obgleich wenige, Salz, dennoch durch ^längers Kochen überhaupt versalzen werden, auch mehr ^Salzlauge fallen lassen, und immerfort ein neuer dickerseifenartiger Schaum sich auffetzen. Kommt aber beidem Abschöpfen dieses letzten Schaumes mehr helleLauge in den Kessel mit hervor, so ist dieses ein Kenn- izeichen, daß diese Seife schon etwas zu viel gesalzenworden, mithin wird solche auch bei dem Einfüllen indie Form noch Salzlauge fallen lassen, welche sonst Seifegewesen wäre. Hierdurch wird aber die wahre Seifeim Kessel und in der Form weniger, so wie solche hinge-gen an Stärke oder Harte, wegen des Abganges jder mehreren oder wenigeren Salzlauge, so viel Gradmehr zu- oder abnehmen wird.

In der Unterlauge ist das salzsaure Kali enthalten.Sie enthält auch wohl etwas schwefelsaures Kali, wel-ches in der Asche vor dem Auslaugen befindlich war,etwas freies Kali und Natrum, wovon das Erstereübrig geblieben, daö Letztere aber aus dem Kochsalze ab-geschieden worden; auch enthalt sie etwas thierischeGallerte, welche sie aus demTalgein sich aufgenommen.Wird die Unterlauge durch Verdunsten zur Trockne ge-