Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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618 Seife und Seifenstederey.

länglich untereinander bewegen, damit es sich mit denlosgemachten scharfen Theilen vereinige. Ferner müs-sen, wenn man etwas von dieser «seife in gemeinesWasser fallen läßt, keine Oeltropfen auf der Oberflächedesselben herumschwimmen, und so muß sie auch, wennman etwas von dieser Seife auf der Hand reibt, sichleicht und obne Zurücklaffung einer Fettigkeit wiederabwafchen lassen; denn aus diesem Merkmale würde sichergeben, daß sich das Baumöl nicht gehörig aufgelösethat. In diesen Fällen muß man noch mehr gemeineLauge zugießen, und bis zur Verbesserung des Fehlersmit dem fernern Kochen anhalten. Ist aber die Seifehinlänglich durchgesotten, so werfe man eine HandvollKüchensalz in den Kessel, rühre Alles gut durcheinanderund fahre mit dem Sieden so lange fort, bis ein Tröpf-chen dieser Seife, wenn man ihn auf kaltes Glas odereine Porzellantasse fallen läßt, sich sogleich vomWasser scheidet. Dann wird die auf dem Wasser obenauf schwimmende Seife mit einem hölzernen Löffel ab-genommen, und in die dazu bereiteten, durchlöcherte,und mit einem gefutterten leinenen Tuche verseheneForm eingelassen, damit die Seife durch daö Tuch zu-rück gehalten werde, das Wasser dadurch ablaufe, unddie Seife im Scharten zum Trocknen Zeit bekomme.Die Merkmale einer guten Seife dieser Art sind, hin-längliche Härte im Anfühlen und Streichen auf Händeund Wäsche; sie muß sich im Wasser ganz auflösen,keinen salzigen scharfen Geschmack auf der Zunge hin-terlassen, und an der Lust liegend, nicht aus derselbenFeuchtigkeiten an sich ziehen, welches sie thut, wenn sie !mit dem Alkali übersättiget worden. Auf dieselbe Weise jbereiten die Marseiller ihre rothe, fein geäderte Seife,in welcher sie die Marmoradern dadurch hervorbringen, >daß sie Englischroth überhaupt rothes Eisen-oxid auf einem Reibesteine zart reiben, und wenn dieSeife in den Formen noch weich ist, etwas von dieser