Seift und Seiftnsiederey. 625
davon Z Pfund ab, und.'lasse diese in einer Pfanne bis zumSieden heiß werden. Hieraufnimmt man eineStange Seife,von welcher man die ganze Oberflache auf allen Seitenablöset, indem man diese dicker abnimmt, wenn die Seifenickt frisch sabricirt ist, damit der übrige Tbeil ungefährin demselben Zustande sey, als frisch erforderliche Waa-re. Hernach schneidet man diesen Theil in dünneScheiben, wiegt davon i Pfund ab, und schüttet es indie Salzauflösung in dem Augenblicke, wo solche zu ko-chen anfängt, man rührt nun Alles um, bis daß dasAufwallen wieder anhebt; dann nimmt man die Pfannevom Feuer, deckt sie zu, und laßt Alles erkalten, ohnedaß es weiter umgerührt wird. Wenn die Mischung kaltgeworden ist, gießt man sie durch ein Filtrirsack von fei-ner Leinwand, und läßt die Salzauflösimg abtriefen, her-nach sammelt man die geronnene Seife, die im Filtrir-sacke sich befindet, legt sie auf die Wageschale,und breitet sie dann auf Leinwand oder Papier zumtrocknen aus. Man läßt diese geronnene Seife zwölfStunden lang trockne», setzt sie aber nicht der freienLuft aus, hernach wiegt man sie zum zweiten Male;denn das erste Mal, wenn man die geronnene Seifewiegt, erkennt man, ob die Waare aufrichtig oder ver-fälscht sey, und durchs zweite läßt sich der Grad derVerfälschung erkennen und bestimmen. Ist die Seifeangefeuchtet, so erhält man beständig verhältuißmäßig we-niger im Gewicht; enthält sie beigemischte Körper frem-der Art, so falle» diese auf den Boden der Pfanne nie-der. Man giebt denn Acht, und nimmt mit einemSchaumlöffel die Krümmeln heraus, damit dasjenigenicht in die Höhe komme, was auf dem Grunde liegt,wodurch die Flüssigkeit getrübt wird.
Bereitung der weißen oder SpanischenSeife. Man bereitet sich zuerst eine gute Seifensie-Lerlauge, indem man 50 Pfd. Alikantifche Sode mit100 Pst>. Kalk, der mit Wasser «ach und nach ange-feuchtet worden, so daß man Kugeln daraus machenkann, ohne daß sie an der Hand kleben bleiben, in eineneisernen Kessel thut, ungefähr 400 Kannen Wasser dar-<vec. rechn. E«c. Theil (LII. R r