Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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626 Seift und Seifensiedern). z

über gießt, und das Ganze einige Minuten unter anhal-tendem Umrühren über dem Feuer kocht. Dann wird jdie Lauge filtrirt, und wieder übers Feuer gebracht, umsie einzudicken, bis daß ein frisches Ey sich aufderOber-fiächederselbenerhalten kann, ohne unterzusinken. Mankann auch die Probe machen, indem man einUnzenglasmit dieser Lauge anfüllt, und sie hernach 2^ Lothschwer findet. Hierauf nimmt man eine beliebige Mengedieser Lauge, verdünnt sie mit eben so viel Ääasser, undvermischt sie mit gleichem Gewichte Olivenöl. Manbringt diese Mischung über gelindes Feuer, rührt siemit einem Stocke um, damit sich das Oel mit denübrigen Materien gut verbinde. Wenn die Mischunggut vor sich gegangen, gießt man eben so viel reine Laugehinein, als man Oel zugegossen hat, unterhält sie bestän-dig über gelindem Feuer, und nimmt von Zeit zu ZeitPröbchen heraus, um zu sehen, wie die Seife ausfällt.Man laßt nämlich einige Tropfen von den Seifenleimauf ein Stück GlaS oder gebrannten Thon fallen; wenndiese Tropfen dann das Wasser gehen lassen, welchessich leicht von der koagulirten Seife absondert, so nimmtman den Kessel vom Feuer, und während die Seife nochheiß ist, gießt man sie in Formen von Holz oder Blech,und macht hernach Stücke daraus, welche ungefähr 3Zoll in der Dicke und 1-ß- Schuh in der Länge haben;auch macht man sie kleiner von 1^ bis 2 Psv. an Ge-wicht. Eine auf diese Weise zubereitete weiße Seife ^muß sich gut in reinem Wasser auflösen, welches dadurchetwas milchicht aussieht, ohne daß einige Oeltropfen aufder Oberfläche schwimmen; auch darf sie an der Luftnicht weich werden, sondern muß weiß, fest, und ohneallen unangenehmen Geruch seyn. Diese Eigenschaftenkann man der Seife leichter im Winter, als im Som-mer geben; denn bei großer Hitze, und wenn man eineMenge Seife auf einmal macht, wird sie nicht gern fest,und zuweilen setzt sich das Oel zusammen, ohne sich mit