! Seife und Seifensiederei). 627
den Salzen zu vereinigen. —> Man macht auch Spa-I nische Seife mit Olivenöl und Kali oder Pflanzenalkali,Pocasche, der man eine gewisse Quantität Kochsalz zu«
^ seht, welches dann, wie schon oben, S. 572 angeführtworden, der Seife Festigkeit giebt; allein die Seife wirdnie so gut, als diejenige, welche mit Spanischer Sodebereitet worden.
Die weiche, grüne, schwarze oder Schmier«seife wird aus Hanföl, Rüböl, Leinöl, HeringSchran rc.und ätzender Kalilauge bereitet. Man fängt das Sie-den mit der schwächeren Lauge an, und beendiget es mitder stärkeren. Ist die Seifenbildung erfolgt, so wirddie Seife bei langsamer Hitze so weit eingesotten, bis100 Pfuud Seife nöch ungefähr 30 Prozent Wasser,theile zurückbehalten. Man setzt derselben hierauf et-was weiße, in kleine Würfel geschnittene Talgseife zu,und vertheilt solche in der ganzen Maße. Wenn diegrüne oder schwarze Seife im Großen bereitet werden soll,so macht man aus der Potasche, die man vorher zerstößt,mit gleich viel ungelöschtem Kalke Schichten auf demFußboden, begießt solche mit schwacher Lauge, bis Alleszerfällt. Man durchschaufelt dann Alles, trägt es inEymern in eingemauerte Zuber (Cisternen), deren ineiner Reihe wenigstens viere beifammen stehen, um dieschwachen Laugen alle in die erste überzugießen. Manbringt auf 200 Pfd. Rübsen« oder Hanföl eine Laugej von 125 Pfd. guter Potasche in den Kessel, und erhältdavon 325 Pfund Seife. Der Anfang des Sieden«geschieht mit einer guten Mittellauge so lange, bis daßdas Oel gebunden wird, und es folgt dann eine schärfereLauge und ein stärkeres Feuer. Die schwarze Seife vonHanföl wird grün, von Rübsenöl braunschwarz; auchmischen einige Fabrikanten eine Tinte von Vitriol oderschwefelsaurem Eisen und Galläpfel darunter. Alle dieseSeifen bleiben im Sommer schmierig und stinken, be«sonders wenn man Fischthran dazu nimmt. Die Hol-
R r 2