Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seife und Seifensiederei). 631

Geruch, weil man zu ihrer Verfertigung meistens nurdie schlechtesten Oele und Fettarten anwendet. Nachder Verschiedenheit desOelö hat die Seife eine verschie-dene Farbe; so geben R»böl und Fischthran eine gelbe,Hanföl, so wie eine Mischung von Hanf-, Rüb- undLeinöl eine schmutzige grüne Seife rc. Wendet man^ angebranntes Fett und Oelarten, oder eine Potaschlaugean, die sehr viel brenzliches Oel enthalt, so bekommt dieSeife eine dunkelbraune Farbe, die man derselben auch.öfters absichtlich durch Zusatz von etwas Eisenvitriolund Galläpselaufguß, so wie die grüne Farbe durch Zu-satz von Indiz ertheilt. Diese Schmierseife besitzt dieEigenschaft, sich mit dem Fette und andern, organischenSchmutze zu verbinden, und sich in dieser Verbindungvon den damit imprägnirten Körpern mit Wasser weg-! waschen zu lassen, und wegen des Gehaltes an überflüssi-gem Kali noch in einem höheren Grade, als die festesteund weißeste Natronseife. Ihre Bereitung, s. oben,kommt mit der Bereitung der festen Natronseife darin' überein, daß man das Oel oder Fett mit einer Aetzkali-! lauge so lange kocht, bis es sich ganz verseift hat; sieweicht aber darin ab, daß das Aussalzen unterlassen, unddaß sich die gebildete Kaliseife von der Flüssigkeit nichtabsondert, sondern immerfort darin aufgelöset bleibt,

^ daß also selbst nach der Verseifung, dann nach demFiltriren durch Leinwand oder durch ein Sieb, diesesKochen so lange fortgesetzt werden muß, bis die Seifedurch das Verdampfen des Wassers die gehörige Consi.

! stenz erhalten hat, worauf sie in Fässer oder andere Ge-n säße ausgeschöpft, und so in den Händel gebracht wird/! Diese Seife ist daher nicht allein immer alkalisch, odereine Auflösung von Kaliseifen in einer schwachen Aetz.lauge, sondern sik.enthält auch alle fremdartigen Salze,womit die zu ihrer Verfertigung verwendete Seifensie-derlauge verunreiniget war. — Nach Chaptalö Der-schlag soll man sich recht gut der wollnen Lumpe« zur