Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seift und Seifensiederei). 637

säure, nach Achard's Behandlungsweise, unter vielemBrausen und Schwefeldämpfen eine extraktförmigedunkelschwarze, auch im Wasser sich schwer und mit-unklerFarbe auflösende; Sesam-, Saflor-, Mandel-undBeennußöl bei wenigerem Brausen und Dampfen eineleichter auflösliche, unschlittförmige; Baum-und Toll-l krautsamenöl eine leichte auflösliche wachsähnliche; Ca-caonuß-, Muskatennuß- und Lorbeeröl hingegen klum-penähnliche Seifen geben, welche Letzteren bei dem Aus-lösen im Wasser noch einige Oeltheilchen absetzen, sodaß sie also noch mehr Säure zur völligen Seifenwer-dung zu fordern scheinen. Auch mit den wesentlichenOelen des Terpentins und des Fenchels, und mit demBernsteinöle, mit Dippels thierischem Oele und mitdem Wachsöle hat Achard Seifen bereitet. Alle diese^ Vorbereitungen der Schwefelsäuren mit verschiedenenArten von Oelen sind wahre seifenartige Gemische,offenbar saure Seifen, wenn nämlich die Verbindunggehörig getroffen worden; denn nach dem genanntenLhemisten soll kein einziges unter diesen Gemischen zufinden seyn, welches sich nicht völlig sowohl im Wasser,als im Weingeiste auflösen und durch feuerbeständigeund flüchtige Alkalien, durch Kalkerde und durch ver-schiedene metallische Materien zersetzen sollte. Alle dieseSubstanzen bemächtigen sich der Schwefelsäure dieserSeifen, bilden mit derselben solche neue Produkte, alsaus dieser neuen Verbindung entstehen müssen, undscheiden das Oel eben so von der Säure, wie die Säu-re» solches aus den alkalischen Seifen scheiden. Diesesaure Seifen schmecken sämmlich zusammenziehend bit-terlich, riechen harzicht, erfordern zu ihrer Auflösungungefähr 16 mal mehr siedendes destillirtes Wasser,schäumen, wenn ihre Auflösung geschüttelt worden, undscheiden sich zum Theil wieder bei der Erkaltung. Ihreweingeistjge Auflösung brennt mit blauer Flamme weg,und hinterläßt eine harke Masse. Auch durch die Sä«-