Seife und Seifensiederey. 645
ölirg mit N) Prozent Thara. Die Ungarische Seift,welche aus Debrezynsche in den Handel kommt, ist trok-ken, glatt, etwas fettig und fühlt sich sehr weich an.Sie giebt der Venetianischen nichts nach. Die Mar-seiller Seift geht in großer Menge nach den Niederlan-den und den Deutschen Seestädten, und hat ein gewis-ses Vorrecht vor der Venetianischen gewonnen, beson-ders wenn sie aus in Ruft stehenden Fabriken kommt.— Die Schmierseife, weiche Seife, die entwe-der grün, schwarz oder braun in den Handel komme,wird in den Niederlanden; zu Hamburg, Stettin, Mag-deburg, Berlin und an andern Orten verfertiget. Manhandelt sie bei uns nach Tonnen von vier Fäßchen, je-des zu 66 Pfund brutto, oder 57 bis 58 Pfund netto.Eine gute Schmierseife muß recht frisch seyn und kei-nen thranigen Geruch haben. Zn Stettin hält dieTonne Schmierseife 4 Viertel, und soll netto 280 Pfd.dasigen Gewichts ausgeben. Die w o h l r i e ch e o d e Seifebesteht aus einer weißen oder gemarmelten Oelftift,wozu man die Venetianische oder Marseiller Seift be-nutzen kann, die man über Feuer auflöset, und dannderselben ein wohlriechendes Oel oder Wasser hinzusetzt.Sie wirh auch schon in den Fabriken Frankreichs undan andern Orten gleich im Sieden der Seife wohlrie-chend gemacht, und so hat mau Luvon ou 8avon6t-168 poirr la Lavon yuLsvoirtzttes sumial^our '
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8avyn au 8avonett68 /je 8erail «te ; s. auch unten,Seife (wohlriechende), im Register, undSeifenkugel. Die wohlriechenden Seifen und Sei-fenkugeln werden in Italien, Frankreich und Deutsch-land gemacht. Die vorzüglichsten Sorten liefern Genua,Venedig, Bologna, Rom, Neapel, Grosse, Montpel-lier, Marseille, Wien, Berlin rc. — Die alkalischenSeifen oder die gemeinen weißen Seifen werden in vie-len Künsten und Gewerben, in der Chemie und auch in