674 Seifensiederey. Seifensiederlauge.
57 Pfund Kalk, 11 Pfund Bittererde, 6 PfundThonerde, 21 Pfd. Kiesel. Man gebraucht sie zurFelddüngung. ^
Seifensiederey, Seifenfabrik, -er Ort, wo dieSeife gesotten wird. Wie eine Seifensiederey ange-legt werden muß, hängt freilich von der Bestimmungdes Fabrikanten ab, weil sich hier keine Regeln indem Sinne geben lassen, wie sie zu dem kleineren odergrößeren Betriebe eures jeden Seifenfabrikanten pas-sen. Nur so viel ist zu erinnern, daß das Lokal derFabrik gewölbt und gut ausgemauert seyn muß, darheißt, dicht und feuerfest. Der Schornstein darinmuß einen guten Zug haben und der Mantel einengehörigen Raum oder die gehörige Größe. In klei-nen Seifensiedereyen hat man nur etliche Aescherfäs-ser, die auf Unterlagen oder Böcken stehen, um dieGefäße zur Lauge, die Zuber, unterzuschieben. AmBoden der Fässer befindet sich ein hölzerner Zapfenoder ein Strohzapfen, von zusammengedrehtemStroh, wenn die Lauge langsam fließen soll. Ingroßen Siedereyen hat man viereckige, feste Ver-schlüge zu den Aeschern, mit Cement und Ziegeln ge-haltet, und darunter befinden sich gemauerte Cister-nen in der Erde Jeder Aescher öffnet seinenHahn in seine besondere Cisterne, und «ine Rinneleitet das Wasser von der Pumpe in den Aescherfort. Die Kessel, worin man die Seife kocht, sindvon Kupfer, sehr weit, eingemauert, und der Herdglatt cementirt; s. auch oben, uncer Seife undSeifensiederey.
Geifenstederfluß, s. oben, unter Seife und Seifen-siederey, tL. 609.
Seifenstederlauge, diejenige Lauge, woraus die Seifegekocht wird, s. oben, unter Seife und Seifen-siederey. Die Bereitung einer guten Sei-
fensiederkauge fürOekonomen, welche jeder