686 Seifenzinn. Seiger.
ckioiva, s. Th. 82, S. 100, dafür zu neh.men, wie häufig zu geschehen pflegt.
Seifenzinn, Seifengraupen, im Bergwerke,ein Zinnerz, welches braun und schwärzlich ist. Abesteht aus kleinen Zinngraupen, die mit Erz, SandQuarz, Schiefer und andern, Gestein vermischt sind,und aus der Oberfläche der Erde gewaschen werden.Wenn dieses Erz sehr klein ist, nennt man es Zinn.fand.
Seifen, 1) derjenige im Bergwesen, der ein Seifen inLehn hat und darin arbeiten läßt; 2) der Bergmann,der in Seifen arbeitet vom Aufgang bis zum Nie-dergang der Sonne, und des Sonnabends bis Vor.mittags 10 Uhr stehen muß
Seige, s. Seihe.
Geigen, s- Seihen.
Seiger, Bei- und Nebenwort, welches nur noch mBergbaue üblich ist, wo es für perpendikular, senkrecht,gebraucht wird, und auch seigerrecht lautet. Seiger-fahren, senkrecht in die Tiefe oder in die Höhe fahren.Ein seigerer Gang, Schacht, welcher senkrecht ^niederwärts steht. Der Gang fällt seiger, 'nimmt eine perpendikuläre Richtung. Einen Zugseiger auftragen oder zulegen, bei den Markscheiderndie Erhöhung eines Zuges senkrecht auf dem Papieredarstellen oder vorstellen, im Gegensatze des söhlig,oder der horizontalen Abbildung eines Zuges; s.Sei-gerriß. Dieses alte, ausser den, Bergbau veralteteWort, stammt von dem gleichfalls veralteten Wortefeigen, siegen, fallen, her, welches uns seinJter-rativum siegern, und sein Jntensivum sinken zu-rückgelassen hat. Es deutet eigentlich diejenige Rich-tung an, welche ein Körper im Sinken oder Fallennimmt, so daß es mit dem neuern senkrecht einesUrsprungs ist.