Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Scabiose. 153

dungszeichen, welche man in verschiedenen botani-schen Schriften angeführt hat, sind unbestimmt undschwankend; die Wurzelblätter sind oft mehr oderminder fadenförmig eingeschnitten, und die röthlichenKnoten an den Gelenken des Stangels finden sichzuweilen auch an der Sonliiosa columlmriu.

Da die meisten Scabiosen wegen ihrer liebli-chen Blumen zur Verschönerung unserer Gartensich eignen, und auch viele darin gezogen werden, sohabe ich eine große Anzahl dieser reichen Pflanzen-gactung, hier angeführt und beschrieben, und werdedie andern bis jetzt bekannten, unten im Register(welches ich, obgleich die schon oben abgeson-derten Scabiosen nach dem Alphabete angeführtworden, wegen der Deutschen Synonimen, für nöthighalte) kurz anführen. Man zieht die Scabiosen,nach Dietrich, aus Samen im Mistbeete, oder imfreien Lande, wobei man das Vaterland und dieDauer der Pflanze berücksichtigen muß. Die peren-nirenden Arten, und diejenigen, welche holzige oderstrauchartige Stängel haben, vermehrt man durchVertheilung, Sprossen und Stecklinge. Sowohl dieeinjährigen, als die perennirenden Arten, die unserKlima vertragen, kommen fast in jedem Boden gutfort, und bedürfen wenig Wartung. Die ausländi-schen, welche im freien Lande nicht aushalten, müs-sen in Gewächshäusern, in Zimmern, oder in an-dern ihrer Dauer angemessenen frostfreien Behälternüberwintert werden. Nach Bechstedt soll man denSamen von denen in Deutschland einheimischendauerhaften Scabiosen im Frühjahr in ein Beet vonfrischer und leichter Erde säen, und wenn die jun-gen Pflanzen aufgegangen, und etwas herangewachsenfind, solche Reihenweis in ein anderes eben so zube-reitetes Beet, auf jeder Seite sechs Zoll auseinander,versetzen. Wenn man sie nun hier so lange, bis sie