154 Skabiose.
von neuem Wurzel schlagen, gehörig begießt undvom Unkraute rein erhält, so wachsen sie ohne allefernere Besorgung den Sommer über so heran, daßman sie gegen den Herbst dahin, wo sie bleiben sol-len, setzen kann. Ihre Wurzeln, durch deren Thei-lung sich die perennirenden gleichfalls vermehrenlasten, werden dann nicht nur verschiedene Jahredauern, sondern sie werden auch schon im zweitenJahre nach dem Aussäen blühen, und jährlich reifenSamen bringen. Die außer Deutschland in den süd-licheren Theilen Europas einheimischen Scabiosen,vertragen zwar unsern gewöhnlichen Winter rechtgut in freier Luft, mästen aber bei ungewöhnlichemFroste verwahrt werden, weil sie zarter, als die ge-meinen Sorten sind. Daher muß man sie des Win-ters, entweder mit leichten Dingen bedecken, oderauch von jeder Sorte eine oder zwei Pflanzen inTöpfe setzen, damit man sie unter ein Glashaus,oder eine geringe Einfassung eines Mistbeetrahmsbringen, und ihnen bei gelindem Wetter viel freieLuft geben kann; man kann sie auch bei heiteremWetter beständig hinaus in die frei Luft setzen; un-terläßt man das letztere, so wachsen sie nicht kräftigempor, sondern bleiben schwach und unscheinbar;denn nur bei starker Kälte verlangen sie Bedeckung,die übrigen kann man alle in eine warme und trockneRabatte setzen, wo sie weit dauerhafter werden, undder Kälte besser vertragen lernen, als wenn sie infetter Erde stehen, obgleich sie in letzterer freierwach-sen, und stärker werden, als in jener. Die aus Afri-ka uns zugebrachten Sorten, sind viel zarter, alsdie vorigen, daher muß man sie beständig in Töpfenhalten, und des Winters in ein trocknes und luftigesGlashaus sehen, wo man sie bei stränger Kälteverwahren, bei gelindem Wetter ihnen aber viel freieLuft geben muß, weil ihnen eine geringe Kälte nicht