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einem Vokals oder ii anfangt, kann verschlungen wer-den; z. B. anstatt l^rriieiirio 30108, wird gelesen:l'li^ri'lioii' 3oio8. Im Deutschen würde die Elisionlauten: Du, Geist der Wahrheit, sag' es an rc.Nein, so lang' ich ferne von dir bin rc. Obgleichdieses eine Freiheit der Dichter ist, so muß sie dochin einem Gedichte nicht zu oft vorkommen, weil siesonst den Wohlklang beleidiget.
Zuweilen wird die Elision von den Dichternvernachlässiget, welches Hiatus genannt wird, dasheißt, wenn zwei Buchstaben am Ende des einenund am Anfange des andern Wortes, die durch dieElision in einander verschlungen werden sollten, ein-zeln und deutlich ausgesprochen werden. Man findetdavon Beispiele in den besten Lateinischen Dichtern,wobei sie sich die Freiheit nehmen, den ersten Vokal,der seinerNatur nach lang ist, kurz auszusprechen, z. B.
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Im Deutschen oder bei den Deutschen Dich-tern kommt der Hiatus selten vor, und wenn ervorkommt, so wird er immer als ein Fehler angese-hen, z. B. wollte ich, statt, wollt' ich rc. Ueberhauptmüssen dergleichen Freiheiten zwar angemerkt, abernicht leicht nachgeahmt werden. Es ist sonderbar,daß wenn zwei Vokale in einem Worte unmittelbaraufeinander folgen, solche ohne Uebelklang nacheinanderausgesprochen werden können, sobald sie aber in zweiWorten auf einander folgen, die Aussprache demOhre unangenehm ist; z. B. moo auch nio oelit.Die Ursache liegt vielleicht darin, weil beim An-fange eines jeden Wortes ein neuer Stoß aus derLunge erfolgt; folgen sie aber in zwei Worten auf-