Scansion. 183
sulstecta voeutur ilumlm8. Im Deutschen klingt dieDiärese oder Verlängerung: Mein Geist zurückkestrebt.
5) Die Dichter brauchen zuweilen eine langeSylbe kurz, und eine kurze lang, z. B. odÄuzmisteterem (jU6 eomue, statt steterimt; N-iiis s Ituli Ium, statt Italiam. Jenes heißt 8z8loie, dieses Vi-U8to1e,
6) Am Ende eines Verses bleibt zuweilen eineSylbe übrig, die sich auf einen Vokal oder m en-diget, und von dem ersten Worte des folgenden Ver-ses, der aber mit einem Vocale anfangen muß, ver-schlungen wird. Einen solchen Vers nennt Man ei-nen ch^permeter, z. B.
OmuiaNereurid «imilis voeemczue eolorem^ue.
' Lt erlnes Üavos, wo man scandiren muß: co-lorem-c^uet-crines ete.
In der Dichtkunst kommen ferner als gramma-tische Figuren vor;
7) Die Apocope oder Verheißung, woein oder mehrere Buchstaben, die sonst zur Formdes Wortes gehören, am Ende desselben fortgelassenwerden, z. B. Seel' statt Seele, könnt' stattkönnte, die Schläf' herab, statt Schläfe her-ab rc. Hierher gehört auch der Apostroph, oderdas Auslassungszeichen (').
8) Die Synkope oder Verschluckung, woeine oder mehrere Buchstaben in der Mitte einesWortes gleichsam verschluckt werden, z. B. die langverhalt'nen Thränen.
9) Die Aphärese oder Verkürzung, daam Anfange ein oder mehrere zur ordentlichen Formdes Wortes sonst gehörige Buchstaben weggeworfenwerden, z. B. Fahr, anstatt Gefahr, hönen,anstatt verhönen; mitte für «mitte, vera'st fürvera est. Sie ist nur den Dichtern beim Zwange