206 Schabebrett. Schabeeisen.
derGärber ähnlich ist, worauf das behaueneHornglatt geschabt wird; s. unter Kamm, Th. zz,S. r6?.
Gchabebrett, bei dem Buchbinder, ein langesschmales, an einem Ende etwas zugespitztes Brett,welches an einer langen Seite einige Kerben hat,womit man den vorspringenden Theil der Bande,woran die Materie des Buches geheftet ist/ er-greift, um sie abzuschaben, damit sie im Innerndes Bandes nicht so sehr in die Augen fallen. —Bei den Gärbern, ein Brett, worauf die lebetbeschabt werden.
Gchabedegen, bei dem Zinngießer, ein Werkzeug,in Gestalt eines stachen Degens oder vielmehrDolches Mit einem Hefte, womit die fertigen Ar-beiten beschabt werden; s. unter Zinngteßer.
Gchabeeisen, ein Eisen oder eisernes Werkzeug,andere Gegenstände damit zu beschaben, derglei-chen mehrere Künstler und Handwerker gebrauchen.Bei den Böttchern ist das Schabe eisen eineArt Schneidemesser, s. dieses, welches starkgebogen ist und einen langen Stiel hat. Er ebe-net oder schabt vielmehr damit ein Faß von innen.Es gleicht auch oft der Schabe eines Fleischers,s. oben. Geschickte Meister gebrauchen es selten-sondern bedienen sich zu dieser Arbeit lieber denkrummen und geraden Schlichthobel. S. auch unterBöttcher, Th. 6, S. 88, 89. — BeidemGär-ber ist das Schabe- oder Streicheisen, demSchneidemesser des Stellmachers ähnlich; s. im Art.Leder, Th. 63, S. 98, und die dazu gehörige Fi-gur Z986. — Bei den Goldschmieden, ge-krümmte Eisen, vorne mit einer Schärfe, so mitihrer Angel in einem hölzernen Griff stecken. Siehaben mancherlei Gestalt, breit, rund, Halbrund,spitzig; man beschabt damit die fertige Arbeit. Mit