210 Schabeklinger. Schaben.
und Schabe r. Außer den Schuhmachern, Horn-dre-chslern, welche letztere damit das Horn oderden Knochen glatt schaben, und dieses Instrumentauch Schabeklinger nennen, und Anderen bedie-nen sich auch die Stuhlmacher einer Schabe-klinge, welches ein Stück einer dreikantigen De-genklinge ist, an beiden Enden mit einem hölzer-nen Griff versehen, womit diese Handwerker mitbeiden Händen gerade Stellen ihrer Arbeit ab-schaben und glätten.
Schabeklinger, s. den vorhergehenden Ar-tikel.
Schabekrücke, s- das.
Schabekrug, s. unter Schabe eisen, oben, S. 207.Schabemeffer, in den Messingwerken, ein großesetwas gekrümmtes Schneidemesser, s. unter Mes-sing, Th. 89 , S. 4Z4, und die dazu gehörigeFigur Z2zi. Auch bei den Kupferschmiedeneine gerade Klinge, womit sie, so wie mit demSchabeeisen derselben, s. oben, S. 207, den Sal-peter von den verzinnten Küchengeschirren ab-schaben. Bei den Gärbern wird das Ab,fleisch- und Ausfleischmesser, also beide,Schabe Messer genannt; s. unter Leder,Th.6g, S.z6z.
Schaben," ein regelmäßiges thätiges Zeitwort. 1Stark, und mit einem diesem Zeitworte eigen-thümlichen Geräusche reiben; ein nur im gemeinenLeben und in den niedrigen Sprecharten üblicher Ge-
* Bei dem Nvtker selben, im Niedcrs. schavcn, im Angcls.rcsksn, scestsn, im Engl. sknve, im Schweb, sleskvvL, im Latein,keskere, im Griech. intensive Es ist eine Onomatopöic,
und bedeutet in den verwandten Sprachen allerlei verwandte Hand-lungen. So ist z. B. im Holländischen 5cliaevei>, Hobeln, nnd Sclmeve,ein Hobel. Unser scheuern ist'nahe damit verwandt, nur daß esvermöge der Endsylbe crn, ein Intensiv»», oder Iterativ»,» ist. S-auch Schieben, welches eine ähnlichen, aber wegen des gedehnten ielangsamern, Laut ausdrückt (Adclung).