212 Schaben.
genannten großen Messer, den ganzen Kamm über-all glatt zu schaben wissen; nachher wird er po-liert, s. auch den Art. Kamm, Th. Z4. —Schaben des Leinen, im Leinbau, die äußereHaut der Flachsstängel, welche durch das Brechenabgelöset, und durch das Schlichten und Hecheln gänz-lich fortgeschafft wird. — Schaben des Mes-sings, in den Mesßngwerken, s. im Art. Mes-sing, Th. 89, S. 4ZZ u. f.— Schaben desPergaments, s. unter Pergament, Th. iog,S. 461. — Schaben des Thons, bei demTöpfer, wenn der vermischte, zerschlagene, wohldurchgearbcite und in Haufen zusammengeschippteThon mit der Thonschabe geschabt oder zerschnit-ten wird. Der Töpfer schneidet nämlich mit derThonschabe von dem Haufen so lange dünneScheiben, bis der ganze Haufen erschöpft ist. DieUrsache davon ist, die kleinen Steine darin zuentdecken und gleich wegzuschaffen. Man wieder-holt diese Arbeit zweimal. — Schaben derFelle, bei dem Weißgärber, s. den Art.Leder, Th. 6g, S. 71. Was das Schaben mitdem Schabeeisen auch noch bei andern Handwer-kern anbetrifft; s. oben, unter Schabeeisen.
Schäben, in der Landwirthschaft, besonders Nieder-deutschlands, die Agen oder Acheln von dem zer-brochen Baste des Flachses, welche im Brechen,Schwingen und Hecheln von demselben abgeson-dert werden. Ein Mehreres hierüber, s. unter Lein.Im Niedersächsifchen Scheven, welches vielleichtvon schaben herkommt, weil der gebrochene Flachsan vielen Orten wirklich geschadet wird, oder auchin weiterer Bedeutung mit dem Begriffe kleinerzerbrochener Theile. Im Engl. ist 8kiiver, einSplitter, im Friesischen Schiöf, Kaff, Spreu,im Hebr. aaÄ, ein Splitter, und iav, zerbrechen.