Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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218 Schablone.

Bei den Steinmetzen, sind die Schablonen,Modelle, die zu den Gliedern der Bankunst undihren verschiedenen Ordnungen gemacht werden, umdarnach solche auSzuhauen. Eine solche Schablonemuß vollkommen nach den Regeln der architektoni-schen Zeichenkunst gezeichnet werden. Bei kleinenStücken wird eine Schablone von Pappe, und beigroßen, z. B. bei einer Säulenordnung, aus einem' Brette ausgeschnitten. In beiden Fällen wird dieZeichnung der Schablone nach der völligen Größeund dem Verhältnisse desjenigen Kunststückes, wo-bei sie zum Leitfaden dieney soll, gezeichnet. Nachder entworfenen Zeichnung wird die Schablone aus-geschweift; denn nach den ausgeschnittenen Linienwird die Sache, die der Steinmetz aushauen will,gezeichnet und nach diesem Vorbilde verfertiget.

Bei den Stuhl machern ist die Schabloneein dünnes Brett, welches nach der Gestalt irgendeines Theils von einem Stuhle, Sopha rc. gebildet ist,so wie hernach dieser Theil gebildet werden soll.Der Stuhlmacher muß demnach eine ziemliche Mengesolcher Schablonen haben, damit er im Nothfall zudiesem oder jenem Theile des Stuhles sich eineSchablone nach seinem Gefallen wählen kann. Ineinigen Werkstätten findet man sie von Pappe, nachallen möglichen Schweifungen und Bildungen aus-geschnitten; allein ^>ie von dünnen Brettern sindallemal besser und dauerhafter.

Bei dem Tischler führen die hölzernen aus-geschnittenen Bretter oder Modelle von allerlei Aus-schweifung und Gestalt, wonach derselbe seine ge-schweiften Arbeiten zuschneidet und bildet, den Na-men der Schablone. Es sind dünne Bretter, wor-auf ein geschweifter und schwer vorzuzeichnenderTheil einer Arbeit vorgezeichnet und an der äußerenKante ausgeschnitten ist. Der Tischler darf bei