Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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224 Schach.

welches Geschäft I-atrocinarl hieß. Die Deutschennannten dies Geschäft Schacher, und Schächenund wer damit umging, hieß ein Schächer. Dochlitten diese deutschen Wörter zuweilen noch wenigerEinschränkung, als die Lateinischen; denn die Deut-schen verstanden durch Schächen und Schächenauch solche Gewaltthätigkeiten, an denen die Listkein Antheil hatte; z. B. Schächen und Schä-chen hieß auch das Abschlachten des zahmen Vie-hes, und Schächer hieß zuweilen ein Schlächter;doch gewöhnlich wurden Schächen und Schächenals solche Ausdrücke gebraucht, die mit den Lateini-schen Wörtern I-atro und latrocinarl gleichbedeu-tend waren. Schachspiel ist nun eine spielende Nach-ahmung des Soldatengeschäftes, des Krieges; daherheißt es mit Recht Schachspiel, das ist, Krieges-uud Raubspiel; wie auch die Lateiner sagten: Rilu-ckunt belln latrouurn, das ist, diese spielen daSMord-, Raub-, Kriegs- und Jagdspiel, wofürwir, diese spielen das Schachspiel, würdengesagt haben. Ja sie gaben den Schachsteinen oben-ftehenden ehemaligen Soldatentitel, da sie solcheI-strones und I-airunculos, das ist, Schachers oderSchächers nannten. Die Französische Sprache isthier beistimmend, da sie das Siegen ckouiier«alle«) den Verlust einer Schlacht soukrir«eliee, und das Schachspiel le jeu el'kelioc,das ist das Krieges- und Schlachtspiel, und dieSchachsteine les «eliees nennt; und da diesesFranzösische Wort ecliao, sonst esalieo geschriebenwurde, so weiset unS die alte Schreibart, daß esclieavon dem altdeutschen Worte schächen stammt."

Hiernach wäre dieses Spiel den Römern,Deutschen und Franzosen längst bekannt gewe-sen, ja die Deutschen hätten sogar den Namendazu hergegeben. Daß die Deutschen schon vor