Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schach. 'Lrs

Alters dieses Spiel gern gespielt haben, beweisendie Einwohner des Dorfes Ströpke im Halberstädti-schen, welche von undenklichen Zeiten her den Ruhmgeschickter Schachspieler haben. In Deutschlandsind nach und nach drei Arten dieses Spiels üblichgewesen, das große, das kleine und dasjenige,welches jetzt überall gespielt wird. Das großeSchach, welches dasjenige ist, von welchem dieSchriftsteller des i2ten und izten Jahrhundertsreden, hat sich noch bis auf die jetzige Zeit in demoben erwähnten Dorfe Ströpke erhalten. Sie nen-nen eö daselbst das Courierspiel und spielen esauf einer länglichen Tafel von 96 Feldem, wovon»2 auf der langen und 8 auf der kurzen (Leite sind.Jeder Spieler hat 24 Steine, nämlich, außer den16 gewöhnlichen, zwei Courier, einen Rath für denKönig, welchen sie den Alten oder des KönigsMann nennen, einen Narren für die Königin, derden Namen Schleich führt, und vier Bauern.Das kleine Schach wird noch in eben diesem Dorfebeibehalten und mit 16 Steinen in 64 Feldern ebenwie das große gespielt. Sie nennen es das alteSpiel, dagegen unser gewöhnliches Schachspielbei ihnen den Namen des welschen Schachsführt. Dieses Alles sind nun zwar Gründe, dievermuthen lassen, daß das Schachspiel, so wie wires jetzt spielen, in Europa erfunden worden ist;allein eö spricht auch von der andern Seite wiederviel für die Morgenländer. Die Perser und meistenMorgenländer nennen das Spiel Kelrenr;«, das ist,lausend Sorgen, wegen des dazu nöthigen Nach-denkens, wovon auch die neuern Griechen ihr 2«^»-<-»entlehnt haben; die Chineser das Elephantenspiel rc.Bei Allen heißt der erste und vornehmste Stein, derdie Seele des Spieles ist, Schach, Pers. 61 m,das ist, König oder Fürst, und diesen Namen haben

Oe<. rechn. Enc. 0XXXVM. Theil. p