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Schach.
die Europäer, wenn nämlich die Morgenländer Er-finder dieses Spieles sind, beibehalten, obgleich sieihm manche ihm fremde Bedeutungen, s. oben,S. 221, beigelegt haben.
Nach einigen Schriftstellern soll das Schach-spiel den Griechen, Römern und übrigen Europäernbis in das sechste Jahrhundert Unbekannt gebliebenseyn; nach andern soll es nur in Europa in Ver-gessenheit gerathen seyn, bis es durch die Araberin Spanien wieder bekannt geworden ist, wo esdann unter andern an Karls des Großen Hofesehr üblich war. Die Steine, womit er zu spielenpflegte, wurden noch bis vor der Revolution inFrankreich in der Abtey von St. Denis aufbewahrtund gezeigt.
Lassen wir nun die verschiedenen Meinungenüber den Ursprung dieses Spiels, so ist doch so vielgewiß, daß es eines der ältesten Spiele ist; dennder Roman der Tafelrunde kannte es schon, undim Jahre 1477 erschien die erste UebevseHung einesim i ztenJahrhunderte geschriebenen Lateinischen Wer-keö, wo es ebenfalls vorkommt, und wird es sehtvon allen aus einer gewissen Stufe der Kultur ste-henden Nationen der bekannten Welt mit Vergnü-gen gespielt, wie solches die vielen Schrift-steller, die über dieses edle, das Nachdenken schär-fende, Spiel Abhandlungen in allen Sprachen ge-schrieben haben, bezeugen. Auch haben sich mitdiesem Spiele die größten Helden des Alterthumes,als auch der neuern Zeit, in ihren Erholungsstundenbeschäftiget. Karl der Zwölfte, der das Spie-len überhaupt hastete und es sowohl seinen Soldatenals überhaupt seinen Unterthanen verbot, nahm aberdas Schachspiel davon aus, womit er sich selbst be-lustigte; ja er spielte es sogar täglich, als er nachder sür ihn unglücklichen Schlacht bei Pultawa bei