240 Schach.
laßt diese angegriffene Seite zu vertheidigen und !läßt dadurch die wahrgenommene schwache Seite 'desto mehr bloß. — z) Ist es sehr nützlich, wennman das Rochen des Gegners hindern kann, ent-weder durch Schachbieten, wo der König schlechter-dings ausweichen muß, oder wo er durch die Ver-setzung eines Steines eine eingesperrte Lage bekommt.Kann man aber diese zwei Vortheils nicht erreichen,so ist das Schachbieten schädlich; man warte daherden Zeitpunkt ab, wo man zwei Absichten durchSchachbieten erreichen kann. — Man sehe 4) welcheSteine des Gegners unserm Vorhaben am meistenhinderlich sind und welche von unsern Steinen amwenigsten zu unsrem Vorhaben taugen. Diese sucheman für jene zu wechseln. Man suche 5) ja sorg-fältig, wenn der Angriff mit verbundenen Bauerngeschieht, die noch von den Läufern und Thürmenunterstützt sind, welches die wahre Angriffsart ist,daß er nicht seine Bauern in die unsere so hinein-bringe, daß keiner mehr weiter kann; in diesem Falle ^opfere man lieber eine Figur für zwei, auch nur für ^einen Bauer auf, um den Angriff desto leichter zuerhalten. Da aber der Gegner ebenfalls einen An-griffsplan gemacht hat, so ist es nöthig, seinen Planvollkommen einzusehen, ihm zuvorzukommen zu suchen,und den eigenen Plan so rasch auszuführen, daßder Gegner mehr auf seine Vertheidigung sehen ^muß. Hierzu wird erfordert; i
1) daß man mehrere Züge voraussehe und siegenau berechnet;
2) daß man voraus auch den Zug des Gegners 'sehe. Sollte nun der Gegner anders, als ichvermuthet habe, ziehen, so ist zu überlegen,
ob er vielleicht einen andern Plan, der mirentgangen, habe. Sehe ich nichts, indem ichdas Spiel noch einmal genau betrachtet habe,