Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
Seite
375
JPEG-Download
 

Schacht. 375

Die geschmolzenen Massen sondern sich ab, fallen inTropfen die Form vorbei, wobei auch, wenn sie zu-vor reducirt waren, ein Theil derselben wieder ver-kalkt wird. Dieser Raum, welchen man bis in denuntersten Theil des Gestelles, Tiegels oder Herdesrechnen muß, nennt man den Schmelz räum.Zu diesem gehört das Formgewölbe an der Rück-seite oder der Brandkammer. Der Form gegenüberbefindet sich die Vorwand, welche bei Bley- undKupferqhnlichen Ofen aus Ziegeln nach jedesmali-gem Zumachen eingemauert wird. Man hat auchSchachtöfen mit einer beweglichen Vorwandoder einer eisernen, inwendig stark mit lehm be-schlagenen Thür. Diese Vorrichtung hat besondersihren Nutzen, wenn sich während des Schmelzensder Erze stärke Ofenbrüche anlegen, weil sie danndazu dient, daß man diese ««geschmolzenen Massenum so schneller wieder ausbrechen kann. DerSammlung 'Srau m ist auch noch ein Haupttheil derSchachtöfen, weil sich darin die geschmolzenen Mas-sen nach ihrem specifischen Gewichte absondern, undbis zum Abstechen, Ausschöpfen oder Abzie-hen aufbewahrt werden. Dieser Theil der Schacht-öfen (Herd, Tiegel, Spur, Gestell) hat nach derNatur der Erze, welche man darin verarbeitet, dieabweichendsten Einrichtungen. Das Geschäft, diesenTheil der Schachtöfen einzurichten, nennt mann dasZumachen, Zustellen des Ofens. Nachdemnämlich der obere Theil der Oefen vollendet ist, wirddieser eigentliche Schachtherd erst vorgerichtet. Dieverschiedenen Arten des Zumachens geben zugleicheinen deutlichen Begriff sowohl von den verschiede-nen Methoden des Schmelzens selbst, als auch vonder Art die geschmolzenen Massen weiter zu behan-deln. Sämmtliche Arten des Schmelzens lassensich auf folgende zwei Hauptarten zurückbringen.