Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schacht. 389

versucht, die silberhaltigen Bleyerze am Harze überähnliche Hohöfen zu schmelzen. Der letztere dieserVersuchööfen hatte z6 Fuß Höhe, und im Sacke 9Fuß im Durchmesser. Er war mit sieben großenprismatischen Gebläsen versehen, welche den Winddurch sieben Formen in den Ofen leiteten. DieseFormen lagen rings um den Ofen herum, und nurdie eine Form lag höher,' als die übrigen sechse.Der Herd war eigentlich ein Tümpel (Tumpf,SumpO aus Sandsteinen, die aber nicht sehr dau-erhaft seyn mußten, da sie nur bis zum dritten Ver-suchsschmelzen aushielten. Vermöge der Nachrichtenaus jenen Zeiten, arbeitete sich die Schlacke äußerstrein in dem Ofen aus, und man hatte sehr wohlmit dem Ausbringen zufrieden seyn können, wennnur die Einrichtung selbst hätte halten wollen; alleini) konnte man mit dem Satze nicht gehörig zurechtkommen; 2) waren die Geblase nicht dauerhaft ge-nug; z) hielt das Gestelle und die Herde nicht aus;alles Schwierigkeiten, sagt LampadiU6, welche sichnun durch neuere Erfahrung wohl solten überwindenlassen. Man gebraucht auch jetzt schon hohe Oefenzur Verschmelzung der Bley- und Kupfererze. Sohaben die Frankenscharrner Hohöfen 12 Ellen Höheund Elle im Durchmesser. Sie sind inwendigrund und elliptisch. Die Form liegt 14 Elle überder Sohle und 14 Zoll über dem Vorherde. ZweiOefen haben einen gemeinschaftlichen Schornstein,zum Auffangen des Erzstaubeö. Man schmelzt indiesen Oefen über schweres Gestübe, über die Spurund die Nase. Zu den Hohöfen gehören auch nochdie 16 Fuß hohen Floßöfen, welche auf den Stey-ermärkischen Eisenhütten im Gebrauch sind. BeiderGicht sind diese Oefen r Fuß weit, ihre größteWeite in der Rast beträgt ; Fuß, und in der Form-gegend zZ Fuß. Man schmelzt ßi diesen Oefen die