391
Schacht.
Die Krummöfen, s. umerKupfer, Th.;-;und ;6 an verschiedenen Stellen, sind endlich dieniedrigsten Schachtöfen; man findet fie von z ssiSzu 8. Fuß Höhe. Es sind gewöhnlich gerade nieder-gehende viereckige Schächte, welche sich auf einenSohlstcin, oder auf einen Gestübeherd endigen. Ihrinnerer Durchmesser ist von bis Z Fuß. DieBrandmauer wird aus Bruchsteinen, die Futterwändeaber und die Stirnwand werden aus Ziegeln aus-gemauert. Das Aufgeben geschieht von der Hütteaus sogleich von der Sohle oder dem Vorherde,oder durch Hülfe eines Trittsteins. Die obere Oeff-nung des KrummofenS geht trichterförmig auseinan-der, und ist mit einem gewölbten Bogen überbauet.Gewöhnlich schmelzt man in Krummöfen über dasAuge; doch kann man sie auch auf das Spurschmel-zen vorrichten. Die Zinnöfen gehören ihrer Einrich-tung nach unter die Krummöfen, mit einem Sohlsteineund Auge; jedoch rechnet man sie, da man durcheine Treppe aufgiebt, auch wohl unter die halbenHohöfen. Man gebraucht die Krummöfen gern beileichtflüssigen, leicht verbrennlichen Beschickungen,welche man ohne eben viel verflüchtigen zu wollen,schnell durchsehen will. Zu dieser Gattung sind auchdie Stücköfen, welche bis 1762 in Steiermarkauf Eisenhütten im Gebrauch waren, zu rechnen.
Hier nun die Erklärung eines Schachtofens,Fig. 7841- Dieser Ofen, ein Frischofen, wird aufder Seigerhütte Grünthal zum Vereinigen des! Schwarzkupfers mit dem Bley (dem Frischen) an-gewendet. Es ist ein Krummöfen, in welchem überdas Auge mit dem Augen tiegel und der Seiger-pfanne geschmolzen wird. Die Brandmauer diesesOfens, hinter welcher das Gebläse liegt, ist ausGneis ausgemauert; die Futtermauern und die Stirn-wand bestehen aber aus Ziegeln. .Auf den Sohlen