Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
Seite
414
JPEG-Download
 

414

Schacht.

Unter saigern Schächten versteht man sol-che Schächte, deren Richtung gegen den Horizontmit der Tiefe einen rechten Winkel macht uud siealso senkrecht sind. Donlägige oder tonlägigeSchächte sind besonders Förderschächte. Sie sniddon- oder ton lege, wenn die Richtung der Tiefe unddes Horizontes einen schiefen Winkel macht. Wen»man einen solchen Schacht erst in dem tauben Ge-birge , oder auf einen saigern und hernach auf einenstachen Gang abteuft, so ist ein solcher Schachtsaiger und donlege zugleich. Man seht auchnicht selten die * Schächte am Tage in dasHangende der Gänge Und dann entstehen eben sswohl saigere und flache Schächte zugleich, weil siedie Gänge bald stürzen und bald wieder aufrichkeil-Es geschieht auch zuweilen, daß man Schachte,zumal in FlöHgebirgen, absinkt, daß eine mächtigeSandbank vorfällt, durch welche mit dem vorhcrbe-schriebenen Gezimmer nicht hindurch zu kommen ist,weil es die Geviere schiefeckig zusammen drückt.In diesem Falle muß die Höhe des Sandlagers zu-erst mit eisernen Stäben untersucht werden; dannnimmt man starke eichene Pfähle, von erforderlicherLänge, befestigt unten an jeden eine eiserne Spiheoder einen sogenannten Schuh, und treibt oder Min jeder Schachtecke einen solchen Pfahl durch dasrollige Lager bis auf das darüber befindliche Gestein;man kann dann die Geviere an die eichenen Pfählepassen Und so hindurch abtreiben, ohne daß die Zim-merung von dem Gebirge verschoben werde. Du«gleichen Umstände kommen auch bei gährigem Gebirgevor, und so verfährt man mit der Fassung in verlor- ;nem Holze, bis daß man festes Gebirge versinkt, jHat man nun dieses erreicht und solches ist eine» >guten Grund abzugeben tüchtig, so wird, wie schs» ^oben bemerkt worden, das verlerne Gezimmer wu>